Spät, spät, spät. Aber nicht zu spät sprinte ich schnell mit meiner Liste der Neuerscheinungen im Mai voran. Momentan komme ich gar nicht zum Lesen, weswegen ich in diesem Monat mich bei neuen Büchern wirklich zurücknehmen muss. Aber ein paar werden wohl dennoch einziehen.

1:0 für „Grappa in der Schlangengrube“

Gabriella Wollenhaupt: Grappa in der Schlangengrube @2018 Grafit

Gabriella Wollenhaupt: Grappa in der Schlangengrube @2018 Grafit

Gabriella Wollenhaupt: Grappa in der Schlangengrube
Erscheint am 14.05.2018 im Grafit Verlag ⇔, 224 Seiten, ISBN 978-3-89425-579-4

Buchbeschreibung:
Sind Straftäter tatsächlich resozialisierbar? Die Beantwortung dieser Frage spaltet die Redaktion des Tageblattes, als Doppelmörder Mischa Ashley nach Verbüßung seiner Haftstrafe eine Anstellung im Verlagshaus bekommt. Die Sozialprognose seiner Therapeuten ist blendend. Polizeireporterin Maria Grappa wird seine Mentorin, was ihr gar nicht passt. Doch der charismatische Mann, der im Gefängnis ein hochgelobtes Buch über sein Leben geschrieben hat, begeistert die – vorwiegend weibliche – Kulturszene der Stadt. Grappa bleibt skeptisch und scheint recht zu behalten. Eine Sponsorin des Exknackis wird brutal ermordet, die Spuren führen zu Ashley. Für die Ermittler ist der Fall damit geklärt, doch einige Fakten wollen nicht zusammenpassen. Mithilfe des Kriminologen Friedemann Kleist und dessen Studentin Lara Sander lernt Grappa, dass Vorurteile nicht immer ein guter Ratgeber sind …

Michael Koryta: Todesangst @2018 Heyne Verlag

Michael Koryta: Todesangst @2018 Heyne Verlag

Michael Koryta: Todesangst
Erscheint am 14.05.2018 im Heyne Verlag ⇔, 496 Seiten, ISBN 978-3-453-43873-6, Band 2 der Novak-Reihe

Buchbeschreibung:
Seit dem Tod seiner Frau ist Markus Novak nicht mehr derselbe. Früher hat er als Ermittler unschuldig Verurteilten geholfen, aus dem Gefängnis zu kommen. Doch als der Mörder seiner Frau freigesprochen wird, ist Novak fest entschlossen, das Rechtssystem zu umgehen und den Mörder auf eigene Faust zu jagen. Dafür kehrt er an den Ort zurück, an dem seine Frau starb. Was Novak jedoch nicht weiß – der Mörder wartet bereits auf ihn …

Michael Koryta ist wirklich ein lesenswerter Autor, aber thematisch hat mich „Grappa in der Schlangengrube“ von Gabriella Wollenhaupt sofort gepackt, weswegen selbst ein Koryta-Thriller chancenlos ist.
Literarische Aufarbeitung des Resozialisierungthemas finde ich einfach wichtig. Und interessant zu lesen. Und noch nie (!) habe ich es bereut, zu einem Buch mit diesem Thema zu greifen. Von daher wird Grappa bei mir einziehen.

1:0 für „Die rote Frau“

Alex Beer: Die rote Frau ©2018 Limes Verlag

Alex Beer: Die rote Frau ©2018 Limes Verlag

Alex Beer: Die rote Frau
Erscheint am 21.05.2018 im Limes Verlag ⇔, 416 Seiten, ISBN 978-3-8090-2676-1, Band 2 der August-Emmerich-Reihe

Buchbeschreibung:
Wien, 1920: Die Stadt von Kriminalinspektor August Emmerich ist ein Ort der Extreme, zwischen bitterer Not, politischen Unruhen und wildem Nachtleben. Während seine Kollegen den aufsehenerregenden Mordfall an dem beliebten Stadtrat Richard Fürst bearbeiten, müssen Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter Kindermädchen für eine berühmte Schauspielerin spielen, die um ihr Leben fürchtet. Dabei stoßen sie nicht nur auf eine ominöse Verbindung zu Fürst, sondern kommen einem perfiden Mordkomplott auf die Spur. Es beginnt ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit, der sie in die Abgründe der Stadt und deren Einwohner blicken lässt.

John Connell: Schlangengift ©2018 Goldmann Verlag

John Connell: Schlangengift ©2018 Goldmann Verlag

John Connell: Schlangengift
Erscheint am 16.04.2018 im Goldmann Verlag ⇔, 512 Seiten, ISBN 978-3-442-48403-4

Buchbeschreibung:
März 1946: Garmisch-Partenkirchen ist nicht nur ein hübscher Alpenort, der im Krieg kaum zerstört wurde, sondern auch eine Zuflucht für Kriminelle, eine geheime Lagerstätte für Nazi-Beute und der aktuelle Einsatzort für US-Officer Mason Collins. Als ihm Special Agent Winstone von dunklen Geschäften berichtet und kurz darauf ermordet wird, übernimmt Collins die Ermittlungen. Diese erweisen sich als äußerst heikel, denn er stößt auf eine Verschwörung von Nazis und hochrangigen amerikanischen Soldaten. Schon bald verstrickt sich Collins in das gefährliche Netz und weiß nicht mehr, wer Freund und wer Feind ist …

Ich muss zugeben, dass die Buchbeschreibung von „Schlangengift“ interessanter klingt. Allerdings habe ich bis jetzt noch nichts von Alex Beer gelesen und die Autorin wird mir so oft empfohlen, dass ich mich für die Emmerich-Reihe entschieden habe.
Aber wer weiß, vielleicht kommt auch die Nazi-Geschichte noch auf meine Lesecouch. Mal sehen.

0:1 für „Bruder“

David Mitchell: Slade House ©2018 Rowohlt Verlag

David Mitchell: Slade House ©2018 Rowohlt Verlag

David Mitchell: Slade House
Erscheint am 15.05.2018 im Rowohlt Verlag ⇔, 240 Seiten, ISBN 978-3-498-04276-9

Buchbeschreibung:
Geh die Slade Alley hinunter – schmal, feucht und leicht zu verfehlen, selbst wenn du sie suchst. Finde das kleine schwarze Eisentor in der Mauer zur Rechten. Keine Klinke, kein Schlüsselloch, aber wenn du es berührst, schwingt es auf. Tritt in den sonnendurchfluteten Garten eines alten Hauses, das dort unpassend wirkt: zu nobel für die schäbige Nachbarschaft, irgendwie zu groß für das Grundstück. Ein Fremder begrüßt dich und führt dich hinein. Zunächst möchtest du gar nicht mehr fort. Dann merkst du, dass du es nicht mehr kannst. Denn alle neun Jahre, am letzten Sonntag im Oktober, wird ein „Gast“ ins Slade House eingeladen. Doch warum wurde er oder sie ausgewählt, von wem und zu welchem Zweck? Die Antwort findet sich dort am hinteren Ende des Flurs, oben am Absatz der Treppe.

Ania Ahlborn: Bruder ©2018 Festa Verlag

Ania Ahlborn: Bruder ©2018 Festa Verlag

Ania Ahlborn: Bruder
Erscheint am 24.05.2018 im Festa Verlag ⇔, 420 Seiten, ISBN 978-3-86552-603-8

Buchbeschreibung:
Das alte Bauernhaus der Familie Morrow steht fernab von jeder Straße. Und das aus guten Grund – denn wenn in der Umgebung eine Frau verschwindet, klopft niemand an ihre Tür und stellt neugierige Fragen. Und niemand schaut nach, was sie schon wieder im Hinterhof begraben haben.
Aber der 19-jährige Michael ist nicht wie der Rest seiner Familie. Er wünscht sich ein Leben weit fort von all dem Grauen.
Als Michael in der nahe gelegenen Stadt die hübsche Alice trifft, vergisst er für einen Moment fast das Ungeheuer, zu dem er selbst geworden ist. Doch sein Bruder Rebel erinnert Michael daran, wohin er gehört …

Zwei Geschichten, die auf dem ersten Blick schwer zu greifen sind. Schaurig, gruselig klingen sie beide. Aber die Hassliebe zwischen den Brüdern interessiert mich doch mehr als das schaurige Slade House. Von daher habe ich mich für den Bruder entschieden.

1:0 für „Lovecraft Country“

Matt Ruff: Lovecraft Country ©2018 Hanser Verlag

Matt Ruff: Lovecraft Country ©2018 Hanser Verlag

Matt Ruff: Lovecraft Country
Erscheint am 14.05.2018 im Hanser Verlag ⇔, 432 Seiten, ISBN 978-3-446-25820-4

Buchbeschreibung:
Atticus Turners Gefühle für seinen Vater waren schon immer zwiespältig. Doch als der verschwindet, macht Atticus sich wohl oder übel auf die Suche. Auch wenn die Spur nach „Lovecraft Country“ in Neuengland führt, Mitte der 50er Jahre ein Ort der schärfsten Rassengesetze in den USA. Mit Hilfe seines Onkels George, Herausgeber des „Safe Negro Travel Guide“, und seiner Jugendfreundin Letitia gelangt Atticus bis zum Anwesen der Braithwhites. Hier tagt eine rassistische Geheimloge, mit deren Hilfe Braithwhite junior nichts weniger als die höchste Macht anstrebt. Matt Ruff erzählt mit überbordender Phantasie und teuflischem Humor die wahnwitzigen Abenteuer einer schwarzen Familie.

Nora Luttmer: Dunkelkinder ©2018 Droemer Knaur

Nora Luttmer: Dunkelkinder ©2018 Droemer Knaur

Nora Luttmer: Dunkelkinder
Erscheint am 02.05.2018 im Droemer Knaur Verlag ⇔, 320 Seiten, ISBN 978-3-426-52193-9

Buchbeschreibung:
Ein Hochbunker in Hamburg, ein junger Mann, der mit einem Nachtsichtgerät auf dem Dach des Bunkers höchst Ungewöhnliches beobachtet, eine kantige Kommissarin, die sich mit einem alten Fall beschäftigen muss und dabei nicht nur im Raakmoor bei Hamburg die Leichen zweier Männer entdeckt, sondern auch ins Kreuzfeuer der Drogen-Mafia gerät.
Die Hamburger Journalistin und Autorin Nora Luttmer, deren Debütroman für den Glauserpreis in der Sparte „bestes Debüt“ nominiert wurde, legt mit „Dunkelkinder“ einen düsteren und hochspannenden Großstadt-Thriller vor, der unter die Haut geht und durch seine ungewöhnlichen Schauplätze fasziniert.
Bald zwei Jahre ist es her, dass auf einer Lichtung im Raakmoor im Norden Hamburgs die Leiche eines vietnamesischen Jungen entdeckt wurde. Bis heute konnte das Kind nicht identifiziert werden, es ist ein ‚Geist‘, ein „Geisterkind“, illegal und ohne Angehörige in Deutschland, nirgendwo gemeldet, von niemandem vermisst. Doch nun werden an derselben Stelle zwei Männerleichen gefunden. Die junge Kommissarin Mia Paulsen setzt alles daran, beide Verbrechen aufzuklären. Die Kommissarin ahnt nicht, dass sie in ein Hornissennest sticht und weitere Kinder in Gefahr bringt, als sie einer Spur zu einem alten, nur scheinbar verlassenen Hochbunker mitten in Hamburg folgt.

Beide Bücher haben mich neugierig gemacht. Ich liebe Bunker, ich liebe das deutsche Setting. Aber noch etwas mehr liebe ich kritische Geschichten, weswegen ich zu Lovecraft Country greifen muss, das sich mit Rassengesetzen und -konflikten auseinandersetzt.


Einen schönen Lesemonat euch!

Ein Blick auf meine aktuelle – geplante – Leseliste:

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