Ein paar hyperanstrengende Wochen liegen hinter mir, jetzt geht es mit voller Energie zurück auf die Lesecouch. Dazu bauche ich natürlich Nachschub fürs Regal. Der Juni hält einige interessante Neuerscheinungen bereit. Besonders der Pulp Master Verlag versorgt uns wieder mit interessanten neuen Büchern.
Also los, auf zur Vormerkliste:

1:0 für „Schwarzer Engel“

Sandrone Dazieri: Schwarzer Engel, ©2018 Piper Verlag

Sandrone Dazieri: Schwarzer Engel, ©2018 Piper Verlag

Sandrone Dazieri: Schwarzer Engel
Erscheint am 14.05.2018 im Piper Verlag , 480 Seiten, ISBN 978-3-492-06114-8, Band 2 der Colomba Caselli – Reihe

Buchbeschreibung:
Panik auf dem Hauptbahnhof in Rom: Im Luxusabteil des Schnellzugs aus Mailand werden alle Passagiere tot aufgefunden: auf mysteriöse Weise ermordet, hinter verschlossenen Türen, lautlos und rasend schnell. Colomba Caselli, die gerade wieder in den Polizeidienst zurückgekehrt ist, ist ratlos. Handelt es sich hier etwa um den Terroranschlag, den Rom schon so lange befürchtet? Doch der so geniale wie traumatisierte Dante Torre glaubt nicht an diese Theorie. Da stoßen Dante und Colomba auf die Spur eines Menschen, der jahrzehntelang unsichtbar geblieben ist – obwohl das Blut Hunderter Menschen an seinen Fingern klebt. Hat er auch die Toten aus dem Schnellzug auf dem Gewissen?

Frank Uhlmann: Die Akte Jacobi, ©2018 dtv

Frank Uhlmann: Die Akte Jacobi, ©2018 dtv

Frank Uhlmann: Die Akte Jacobi
Erscheint am 14.05.2018 im dtv Verlag , 400 Seiten, ISBN 978-3-423-21735-4

Buchbeschreibung:
Bei einer Demo von Bürgerrechtlern kommt in Frankfurt ein Aktivist ums Leben. Gerüchte kursieren, es seien „die Bullenschweine “ gewesen. Polizeireporter Norman Jacobi wird ein verwackeltes Beweisvideo zugespielt, und einer der Aktivisten verspricht, belastendes Material gegen den Staatsschutz zu liefern. Kommissar Demandt aber warnt Jacobi: Der Mann sei ein polizeibekannter Krimineller, der den Reporter nur für seine Zwecke benutzen wolle. Während Jacobi sich noch fragt, wem er hier trauen kann, macht er in den Räumen der Bürgerrechtler eine überraschende Entdeckung: Er findet ein Dossier über sich selbst.

Deutschland gegen Italien. Frank Uhlmann kennen vielleicht einige von euch bereits durch die „Jacobi und Beck“ – Reihe. Auch Sandrone Dazieri konnte schon viele mit „In der Finsternis“ begeistern. Auch mich, weswegen ich natürlich zu „Schwarzer Engel“ greifen werde. Außerdem klingt „Schwarzer Engel“ etwas geheimnisvoller und so traumatisierte Hauptfiguren sind ein zusätzlicher Reiz.

1:1 UNENTSCHIEDEN

Howard Linskey: Mädchen Nr. 5, ©2018 DroemerKnaur

Howard Linskey: Mädchen Nr. 5, ©2018 DroemerKnaur

Howard Linskey: Mädchen Nr. 5
Erscheint am 01.06.2018 im Droemer Knaur Verlag , 448 Seiten, ISBN 978-3-426-51909-7

Buchbeschreibung:
Vier entführte Teenager, vier Leichen – und ein fünftes Mädchen vermisst:

Detective Ian Bradshaw versucht mit allen Mitteln, eine alte Schuld zu begleichen; der suspendierte Enthüllungsjournalist Tom Carney ist dagegen vor allem daran interessiert, seinen Job zu retten. Ein Leichenfund, der nichts mit dem Fall zu tun zu haben scheint, bringt beide Männer schließlich zusammen. Während die Ermittlungen auf der Stelle treten, kann Tom erste Erfolge vorweisen. Doch je tiefer er gräbt, desto fragwürdiger erscheinen ihm die eigenen Methoden. Und der Mörder läuft noch immer frei herum …

Joe Ide: Stille Feinde, ©2018 Suhrkamp

Joe Ide: Stille Feinde, ©2018 Suhrkamp

Joe Ide: Stille Feinde
Erscheint am 11.06.2018 im Suhrkamp Verlag , 398 Seiten, ISBN 978-3-518-46870-8

Buchbeschreibung:
Isaiah Quintabe, der geniale Privatdetektiv ohne Lizenz, der meistens für die einfachen Leute in Long Beach, L.A., Probleme löst, stößt auf das Wrack des Autos, mit dem vor Jahren sein Bruder Marcus getötet worden war Schnell ist ihm klar: Es war kein Unfall, sondern Mord. Gleichzeitig meldet sich die damalige Freundin seines Bruders – ihre Halbschwester in Las Vegas steckt in Schwierigkeiten. Hoffnungslos spielsüchtig hatte die mit ihrem Freund versucht, die 14K-Triade zu erpressen. IQ und sein Sidekick Dodson machen sich auf nach Las Vegas, um die Situation zu entschärfen. Gleichzeitig regt sich der Verdacht, dass IQs toter Bruder Marcus vielleicht doch kein Heiliger war und Verbindungen zu dem ruandischen Gangster Seb Habimana hatte. IQ muss an mehreren Fronten gleichzeitig kämpfen, denn zudem haben sich noch ein übler Kredithai und die Locos Surenos 13, eine mächtige Gang, an seine Fersen geheftet. Schwerstarbeit für IQ und Dodson, die zur Hochform auflaufen. Und im Hintergrund lauert ein düstrer Feind …

Jetzt wird es schwierig. Howard Linskey ist mir nämlich nicht unbekannt. Seine Newcastle-Geschichten „Crime Machine“ und „Gangland“ haben mich bereits in den Bann ziehen können. Zugegeben, der Klappentext macht jetzt nicht unbedingt neugierig und klingt sehr eintönig und banal. Aber Linskey hat bei mir halt Vorschusslorbeeren.
Bei Joe Ide sieht es anders aus. Sein Buch „IQ“ liegt noch ungelesen hier, doch der Klappentext von „Stille Feinde“ macht sofort neugierig.
Deswegen wandern beide auf die Vormerkliste.

1:1 UNENTSCHIEDEN

Frank Goldammer: Vergessene Seelen, ©2018 dtv

Frank Goldammer: Vergessene Seelen, ©2018 dtv

Frank Goldammer: Vergessene Seelen
Erscheint am 14.05.2018 im dtv Verlag , 384 Seiten, ISBN 978-3-423-26201-9, Band 3 der Max-Heller-Reihe

Buchbeschreibung:
Dresden 1948: Ein heißer Sommer, drei Jahre nach Kriegsende. Die große Währungsreform stürzt das besetzte und aufgeteilte Nachkriegsdeutschland in eine Krise. Inmitten der mühsamen Wiederaufbauarbeiten bekommt es Oberkommissar Max Heller mit dem Fall eines 14-jährigen Jungen zu tun, dessen Todesursache völlig unklar ist. War es ein Unfall, Mord oder sogar Selbstmord? Heller stößt bei seinen Ermittlungen auf eine Wand des Schweigens und wird dabei mit seinem ganz persönlichen Albtraum konfrontiert, den er längst vergessen geglaubt hatte.

Tom Bouman: Im Morgengrauen, ©2018 Ars vivendi

Tom Bouman: Im Morgengrauen, ©2018 Ars vivendi

Tom Bouman: Im Morgengrauen
Erscheint am 26.06.2018 im Ars vivendi Verlag , 350 Seiten, ISBN 978-3-86913-900-5

Buchbeschreibung:
Der Sommer hält Einzug in die tiefen Wälder von Wild Thyme, Pennsylvania, und für Officer Farrell hat er nichts als Ärger im Gepäck. So muss er sich in dieser vom industriellen Niedergang schwer gezeichneten Region nicht nur mit kleinkriminellen Mitbürgern und den zerstörerischen Auswirkungen des grassierenden Heroinhandels auseinandersetzen, sondern auch die spurlos verschwundene Penny Pellings finden, eine drogenabhängige Mutter, die mit ihrem Freund in einem heruntergekommenen Wohnwagen hauste. Henry Farrell startet eine groß angelegte Suchaktion, und bald wird in Tioga County ein Toter entdeckt – Pennys Dealer? Mit der Ruhe des Jägers begibt sich Farrell in die Schattenwelt eines zum Albtraum gewordenen american dream, doch der Vermisstenfall entwickelt sich mehr und mehr zu einem Labyrinth aus Geheimnissen, deren Aufdeckung die ganze Region erschüttern wird …

Schwer! Verdammt schwer! Frank Goldammer entführt mich mit seinen historischen Krimis wirklich weg von der Wirklichkeit. Auch wenn mich der zweite Band „Tausend Teufel“ nicht so sehr überzeugen konnte wie der erste („Der Angstmann“), stand schon vorab fest: Diese Reihe lese ich weiter. Er schafft es jedes Mal, das zerbombte Dresden wieder auferstehen zu lassen.
Bei Bouman reizt das Setting. So hinterwäldlerisch, so jeder für sich, eine harte Gesellschaft irgendwo im Nirgendwo und doch mittendrin. So zumindest war es „Auf der Jagd“ mittendrin zwischen dickschädeligen Einheimischen, die sich gerne bewaffnet um ihren Mist kümmern. Und so denke ich wird auch „Im Morgengrauen“ weitergehen.
Deswegen: Beide dürfen auf der Vormerkliste bleiben. Basta.

0:1 für „Die Saat des Killers“

Andreas Winkelmann: Das Haus der Mädchen, ©2018 Rowohlt

Andreas Winkelmann: Das Haus der Mädchen, ©2018 Rowohlt

Andreas Winkelmann: Das Haus der Mädchen
Erscheint am 26.06.2018 im Rowohlt Verlag ⇔, 400 Seiten, ISBN 978-3499275166

Buchbeschreibung:
Schweig, um zu leben
Leni kommt nach Hamburg, um dort ein Praktikum zu machen. Über eine Zimmervermittlung mietet sie sich in einer Villa am Kanal ein. Schnell freundet sie sich mit ihrer Zimmernachbarin an – aber die ist am nächsten Morgen spurlos verschwunden. Weil ihr das merkwürdig vorkommt, sucht sie nach ihr.
Freddy Förster, früher erfolgreicher Geschäftsmann, ist inzwischen auf der Straße gelandet. Zufällig beobachtet er, wie jemand einen Mann am Steuer seines Autos erschießt. Um nicht zum nächsten Opfer zu werden, sucht er den Mörder.
Bis er auf Leni trifft, die das Verschwinden ihrer neuen Freundin nicht hinnehmen will. Bald begreifen die beiden, dass ihre beiden Fälle mehr miteinander zu tun haben, als ihnen lieb ist – und dass sie in großer Gefahr schweben…

Paul Cleave: Die Saat des Bösen, ©2018 Heyne

Paul Cleave: Die Saat des Bösen, ©2018 Heyne

Paul Cleave: Die Saat des Bösen
Erscheint am 11.06.2018 im Heyne Verlag , 480 Seiten, ISBN 978-3-453-43924-5

Buchbeschreibung:
Für Joshua bricht eine Welt zusammen, als sein Vater Mitchell bei einem Einsatz getötet wird. Doch der Polizist hinterlässt seinem Sohn etwas, das dessen Leben für immer verändern wird: seine Augen. Die Transplantation gelingt, und Joshua kann wieder sehen. Aber seitdem träumt er von einer einsamen Hütte, von Frauen in Todesangst, von entstellten Leichen. Joshua wird klar, dass bei dem Eingriff ein verheerender Fehler passiert ist. Eines der transplantierten Augen stammt von dem Serienmörder, der seinen Vater ermordet hat. Ohne es zu wollen, ist Joshua dem Erbe des unheimlichen Killers auf der Spur … und gleichzeitig mit ihm verbunden …

Andreas Winkelmanns Thriller sind immer schnell und heftig.
Ebenso ist Paul Cleave hart, schnell, brutal, unzensiert habe ich seine Thriller in Erinnerung. Und ich habe schon lange keinen Cleave mehr gelesen. Winkelmann ist noch nicht so lange her. Daher wird es Cleave werden, der mit auf meine Lesecouch kommt.

Außerdem vielleicht noch interessant:


Was für ein Glück, dass es bei Buchentscheidungen nicht um Leben und Tod geht. Bei so vielen „unentschieden“ hätte das heute in einem Massaker geendet. Und wer bitte schön, macht das dann wieder sauber?

UPDATE: Dafür hat meine App ein Massaker angerichtet und die Neuerscheinungen durcheinandergebracht. Deswegen sind einige Bücher, die gar nicht im Juni erscheinen, hier gelistet worden. Ich habe das wieder in Ordnung gebracht und die App inzwischen abgemurkst. Das geht ja gar nicht.

Einen schönen Lesemonat euch!

Ein Blick auf meine aktuelle – geplante – Leseliste:

  1. Wuhu, ein neuer Wyatt!! 😀 Große Freude hier, ich dachte, der kommt erst im November! Gut, dass Du mich bei den Pulp Masters immer auf dem laufenden hälst, ich verpasse regelmäßig die VÖ-Termine. Ansonsten ist bei mir Joe Ide vorgemerkt, und von Sandrone Dazieri fand ich „In der Finsternis“ ja auch richtig gut, aber irgendwie lockt mich der neue Band nicht so richtig. Da wäre ich dann sehr neugierig, wie er dir gefällt und was du sagst!

    Hab ein schönes Wochenende!
    Katja

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    1. Woaaahhh, eine böse App!! Leider ist da ein mächtiger Irrtum passiert. Die Pulp Master Titel sind fälschlicherweise auf der Liste gelandet, die erscheinen nämlich erst 2019 bzw. im Nov 2018. Sorry! Inzwischen habe ich den Beitrag berichtigt.

      Dazieri werde ich wohl wirklich lesen, ebenso Bouman. Hoffe überhaupt, der Juni schenkt mir wieder mal gaaanz viel Lesezeit. Und dir auch! 🙂

      Bin schon sehr gespannt, welche Titel du besprechen wirst!

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  2. hach, das ist wieder so eine verdammt gemeine Liste!
    Wobei ich wirklich am meisten bei Disher und Linskey hängen geblieben bin.
    Goldammer hat mich mit seinem Angstmann leider nicht so recht überzeugen können, daher fällt der erstmal flach.
    Was mich noch reizen würde: Boumann. Cleave hatte mich damals ebenfalls nicht überzeugen können (kam nicht ins Buch rein). Aber bei Boumann, da ist selbst das Cover ein feiner Eyecatcher :3

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    1. Ja, Bouman ist auch mein Favorit von der Juni-Liste. Der kommt bestimmt auf die Lesecouch :-).

      Leider haben sich ein paar Pulp Master – Titel fälschlicherweise in die Liste geschummelt, da ich eine App benutze (bzw. benutzt habe), die anscheinend nicht mehr funktioniert, so dass wir noch etwas auf die Disher und Co – Titel warten müssen. Habe den Beitrag inzwischen berichtigt.

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