Nicht nur in „Bösland“ wird es diesen Monat böse, sondern auch in Mexiko, Australien, in einem Dorf an der deutsch-belgischen Grenze, in Chicago ebenso wie in München oder im eisigen Grönland.
Der Oktober bringt nämlich eine Menge Krimistoff für uns! Eigentlich dachte ich, jetzt wird es ruhiger für den SuB, aber: Fehlanzeige! Die Vorbestellungen sind wieder erfreulich für meinen Buchhändler. Und hier sind sie, die Bücher, die im Oktober anvisiert sind:

Übersicht:

Datum Autor Titel Verlag
01.10. David Mamet Chicago ↓ HarperCollins
01.10. Mechtild Borrmann Grenzgänger ↓ Droemer Knaur
01.10. Bernhard Aichner Bösland ↓ btb
02.10. Candice Fox Redemption Point ↓ Suhrkamp
04.10. Thomas Erle Das Lied der Wächter – Das Erwachen ↓ Gmeiner
08.10. Anna Simons Verborgen- Der erste Fall für Gefängnisärztin Eva Korell ↓ Penguin
08.10. James Lee Burke Flucht nach Mexiko ↓ Pendragon
24.10. Mads Peder Nordbo Eisrot ↓ Fischer Taschenbuch
24.10. Sebastian Fitzek Insasse ↓ Droemer Knaur
26.10. David Baldacci Der Feind im Dunkeln ↓ Bastei Lübbe
27.10. Guillermo Arriaga Der Wilde ↓ Klett-Cotta
29.10. Larry Brown Joe ↓ Heyne Hardcore
30.10. Volker Kutscher Marlow ↓ Piper
30.10. Michael Farris Smith Desperation Road ↓ ars vivendi

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Chicago

David Mamet: Chicago ©2018 HarperCollins

David Mamet: Chicago ©2018 HarperCollins

David Mamet
HarperCollins Verlag ⇒, Erscheint am 01.10.2018, ISBN 9783959677929, 352 Seiten

Buchbeschreibung:
Chicago in den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts: Gangs kontrollieren die gesamte Stadt und liefern sich erbitterte Kämpfe um ihr Territorium. Mittendrin Mike Hodge, Lokalreporter der Chicago Tribune. Wobei Mike vortrefflich darüber streiten könnte, ob die größeren Ganoven nicht doch im Rathaus oder bei der Polizei sitzen. Er weiß viel und hat sich mit allen Mächtigen bereits angelegt. Als seine Geliebte Annie vor seinen Augen ermordet wird, ist ihm klar, dass ihm dadurch eine Lektion erteilt werden soll. Aber von wem? Mike schwört, Annies Tod zu rächen. Und so begibt er sich auf Spurensuche in der Chicagoer Unterwelt …

Das ist auf alle Fälle ein Must-Read für mich. Nicht nur die Buchschreibung klingt so unglaublich gangstermäßig, sondern auch die Leseprobe fängt schon hammerhart, trocken, düster, gangsterlike an. „Chicago“ ist vorbestellt, mein absolutes Must-Read des Monats.


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Grenzgänger

Mechtild Borrmann: Grenzgänger ©2018 DroemerKnaur

Mechtild Borrmann: Grenzgänger ©2018 DroemerKnaur

Mechthild Borrmann
Droemer Knaur Verlag ⇒, Erscheint am 01.10.2018, ISBN 978-3-426-28179-6, 288 Seiten

Buchbeschreibung:
Die Schönings leben in einem kleinen Dorf an der deutsch-belgischen Grenze. Wie die meisten Familien hier verdienen sich auch die Schönings mit Kaffee-Schmuggel etwas dazu. Die 17jährige Henni ist, wie viele andere Kinder, von Anfang an dabei und diejenige, die die Schmuggel-Routen über das Hohe Venn, ein tückisches Moor-Gebiet, kennt. So kann sie die Kaffee-Schmuggler, hauptsächlich Kinder, in der Nacht durch das gefährliche Moor führen. Ab 1950 übernehmen immer mehr organisierte Banden den Kaffee-Schmuggel, und Zöllner schießen auf die Menschen. Eines Nachts geschieht dann das Unfassbare: Hennis Schwester wird erschossen.
Henni steckt man daraufhin 1951 in eine Besserungsanstalt. Wegen Kaffee-Schmuggels. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit.
Die jüngeren Geschwister, die Henni anstelle der toten Mutter versorgt hatte, kommen in ein kirchliches Heim. Wo der kleine Matthias an Lungenentzündung verstirbt. Auch das ist nur ein Teil der Wahrheit.

Das ist ja eigentlich kein richtiger Krimi, aber ein Stück Zeitgeschichte in eine fiktionale Story gebannt. Und Mechthild Borrmann konnte mich mit Trümmerkind schon sehr überzeugen (Lesetipp!). Ein Buch, das ich auf alle Fälle im Visier habe.


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Bösland

Bernhard Aichner: Bösland ©2018 btb

Bernhard Aichner: Bösland ©2018 btb

Bernhard Aichner
btb Verlag ⇒, Erscheint am 01.10.2018, ISBN 978-3-442-75638-4, 448 Seiten

Buchbeschreibung:
Sommer 1987. Auf dem Dachboden eines Bauernhauses wird ein Mädchen brutal ermordet. Ein dreizehnjähriger Junge schlägt sieben Mal mit einem Golfschläger auf seine Mitschülerin ein und richtet ein Blutbad an. Dreißig Jahre lang bleibt diese Geschichte im Verborgenen, bis sie plötzlich mit voller Wucht zurückkommt und alles mit sich reißt: Der Junge von damals mordet wieder …

Bernhard Aichner geht immer, er schreibt so erfrischend zu lesende Thriller und ist österreichisches Aushängeschild für Krimis. Falls ihr mal die Möglichkeit habt zu einer Aichner-Lesung zu gehen, unbedingt tun! Auch die sind sehr erfrischend ;-).
Aichner wird auf alle Fälle im Schurkenunterschlupf gelesen.


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Redemption Point

Candice Fox: Redemption Point ©2018 Suhrkamp

Candice Fox: Redemption Point ©2018 Suhrkamp

Candice Fox
Suhrkamp Verlag ⇒, Erscheint am 02.10.2018, ISBN 978-3-518-46898-2, 439 Seiten, Band 2 der Crimson-Lake-Reihe

Buchbeschreibung:
Ted Conkaffey, Ex-Cop und unschuldig unter Verdacht, eine 13-Jährige entführt zu haben, kann seine Vergangenheit nicht loswerden. Dale Bingley, der Vater seines vermeintlichen Opfers, taucht in Teds nordaustralischem Refugium Crimson Lake auf. Er will das Verbrechen an seiner Tochter auf eigene Faust aufklären und rächen. Auch der mächtige Gangster Khaled hat ein Interesse daran, den wahren Täter zu finden und final aus dem Verkehr zu ziehen – eine Lösung, die Ted, der seine Unschuld beweisen will, nicht wirklich helfen würde. Also muss er den Psychopathen zuerst finden, koste es, was es wolle.Währenddessen ist seine Privatdetektiv-Partnerin, die exzentrische, einst wegen Mordes verurteilte Amanda Pharrell, mit einem anderen Fall beschäftigt: dem Doppelmord an zwei Mitarbeitern einer üblen Kneipe, der zunächst wie ein simpler Raubmord aussieht. Amanda tut sich mit Detective Inspector Pip Sweeney zusammen, die ihr erstes Tötungsdelikt zu bearbeiten hat und Amandas Genie dringend braucht. Bald stehen für Amanda und Ted ihr Leben und ihre Existenz auf dem Spiel.

Ich muss ja zugeben, dass ich die Hades-Reihe von Candice Fox verrissen habe, aber die Crimson-Lake-Reihe von der australischen Autorin liebe ich. Schon der erste Band hat mich nicht nur gut unterhalten, sondern auch die Hauptfigur Ted Conkaffey ist eine Abwechslung für die Lesecouch und mach die Geschichte zum kriminellen Vergnügen. Dass Andrea O’Brien diese Reihe übersetzt hat, ist für uns, Leser, von Vorteil, denn auch der Stil ist einfach purer Genuss!
Deswegen ist auch Band 2 schon für das Schurkenregal vorbestellt.


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Das Lied der Wächter – Das Erwachen

Thomas Erle: Das Lied der Wächter ©2018 Gmeiner

Thomas Erle: Das Lied der Wächter ©2018 Gmeiner

Thomas Erle
Gmeiner Verlag ⇒, Erscheint am 04.10.2018, ISBN 978-3-8392-2337-6, 380 Seiten, Band 1 der Schwarzwald-Saga

Buchbeschreibung:
Seit einem verheerenden Atomunfall vor 16 Jahren gilt der Schwarzwald als unbewohnbar – die Bevölkerung wurde evakuiert und die gesamte Region zur Sperrzone erklärt. Die Menschen waren zunächst verunsichert, haben sich aber nach über einem Jahrzehnt wieder eingerichtet in ihrer heilen Welt. Doch die Regierung spielt seit Jahren ein falsches Spiel. Denn die Gefahr, die in dem verstrahlten Gebiet lauert, ist so viel größer, als sich die Menschen vorstellen können: Eine unerklärliche Kraft scheint alles Leben zu bedrohen …

Die Buchbeschreibung klingt richtig dystopisch und nach einer guten Dystopie suche ich heuer scheinbar vergeblich. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, sagt man. Allerdings ist dieses Regal bei den Buchhändlern im Fantasy-Regal zu finden, deswegen habe ich mich noch nicht entschieden, ob es auch tatsächlich auf die Lesecouch wandert. Mal sehen.


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Verborgen – Der erste Fall für Gefängnisärztin Eva Korell

Anna Simons: Verborgen ©2018 Penguin

Anna Simons: Verborgen ©2018 Penguin

Anna Simons
Penguin Verlag ⇒, Erscheint am 08.10.2018, ISBN 978-3-328-10289-2, 432 Seiten, Band 1 der Eva-Korell-Reihe

Buchbeschreibung:
Ihr Beruf: Ärztin. Ihre Patienten: Kriminelle. Ihr erster Fall: Ein Kampf um Leben und Tod.Neuer Job, neue Stadt – Eva hofft, die Schatten ihrer Vergangenheit endlich hinter sich zu lassen. Aber noch vor ihrem ersten Arbeitstag als Gefängnisärztin in einer Münchner Haftanstalt wird sie in einen Kriminalfall verwickelt: Die Frau eines Inhaftierten bittet sie verzweifelt um Hilfe. Eva weist sie zurück, doch am nächsten Tag ist die Frau spurlos verschwunden. Eva macht sich Vorwürfe: Was hatte sie ihr sagen wollen? Wovor hatte sie Angst? Auf eigene Faust versucht Eva, der Wahrheit auf die Spur zu kommen – ohne zu ahnen, dass der Täter sie längst im Blick hat und ihr schon ganz nahe ist. Gefährlich nah …

Kein Kommissar, kein Detective, sondern eine Gefängnisärztin. Schon alleine deswegen habe ich dieses Buch im Visier, weil es von der beruflichen Norm der Thriller-Hauptfiguren abweicht.
Und so Knastgeschichten … klingen auf jeden Fall interessant. Wird gelesen.


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Flucht nach Mexiko

James Lee Burke: Flucht nach Mexiko ©2018 Pendragon

James Lee Burke: Flucht nach Mexiko ©2018 Pendragon

James Lee Burke
Pendragon Verlag ⇒, Erscheint am 08.10.2018, ISBN 978-3-86532-621-8, 464 Seiten, Band 14 der Dave-Robicheaux-Reihe

Buchbeschreibung:
Manche Erinnerungen – wie die an einen geheimnisvollen Sommer seiner Jugend – verdrängt Dave Robicheaux lieber. Doch das Geständnis eines sterbenden Mannes zwingt ihn dazu, ein lange zurückliegendes Rätsel um das Verschwinden einer Frau endlich aufzuklären. Damals wollte sein Halbbruder Jimmie mit Ida Durbin nach Mexiko durchbrennen, aber am Tag der Flucht verschwand sie plötzlich. Die Suche nach der Wahrheit stürzt Robicheaux in die Intrigen der wohlhabendsten Familie von New Orleans.
Gleichzeitig hat er ein ganz anderes Problem, denn in seinem Bezirk werden Frauen entführt und brutal ermordet. Er ermittelt in beiden Fällen, bis ihm klar wird, dass alle Verbrechen auf unheilvolle Weise zusammenhängen.

Der 14. Band der Robicheaux-Reihe könnte auch am 22.10. erscheinen, die Onlineshops haben hier unterschiedliche Daten eingetragen. Egal. Ich bin ein Burke-Fan, aber seine Robicheaux-Reihe mag ich eigentlich trotzdem nicht. Nur: Hier geht es nach Mexiko und Mexiko ist für Schurkenleser so verlockend. Auch hier: mal sehen.


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Eisrot

Mads Peder Nordbo: Eisrot ©2018 S. Fischer

Mads Peder Nordbo: Eisrot ©2018 S. Fischer

Mads Peder Nordbo
S. Fischer Verlage, Erscheint am 24.10.2018, ISBN 978-3-596-70172-8, 416 Seiten

Buchbeschreibung:
Schnee, Gletscher und zäher Nebel enthüllen ihre lange verborgenen, tödlichen Geheimnisse

Der Journalist Matthew Cave wird nach Grönland geschickt, um über den Fund eines mumifizierten Wikingers im Eis zu berichten. Doch am Tag nach ihrer Entdeckung ist die Mumie verschwunden und der sie bewachende Polizist ermordet, aufgeschnitten und ausgeweidet. Matthew entdeckt Parallelen zu einem Fall aus den Siebzigerjahren, bei dem vier Männer brutal getötet wurden. Bei seinen folgenden Ermittlungen hilft ihm die junge eigenartige Tuparnaaq, die gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde, wo sie für den Mord an ihrer Familie einsaß. Gemeinsam graben sie tiefer und tiefer in der Vergangenheit, was ihnen fast zum Verhängnis wird …

Es wird draußen kälter und da ist es auch Zeit, die Temperatur auf der Lesecouch anzupassen. Grönland eignet sich dafür natürlich hervorragend. Mal sehen, ob ich einen Ausflug ins Eis wage.


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Der Insasse

Sebastian Fitzek: Der Insasse ©2018 DroemerKnaur

Sebastian Fitzek: Der Insasse ©2018 DroemerKnaur

Sebastian Fitzek
Droemer Knaur Verlag ⇒, Erscheint am 24.10.2018, ISBN 978-3-426-28153-6, 384 Seiten

Buchbeschreibung:
Um die Wahrheit zu finden,
muss er seinen Verstand verlieren.
DER INSASSE

Vor einem Jahr verschwand der kleine Max Berkhoff.
Nur der Täter weiß, was mit ihm geschah.
Doch der sitzt im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie und schweigt.
Max’ Vater bleibt nur ein Weg, um endlich Gewissheit zu haben:
Er muss selbst zum Insassen werden.

Fitzeks Buchbeschreibungen klingen ja immer interessant und machen neugierig. Früher war ich auch ein totaler Fitzek-Fan, ich habe seine Thriller geliebt, die immer so spannend und undurchschaubar waren, aber die letzten Bücher von ihm haben mich nur noch enttäuscht. Irgendwo bei „Das Paket“, „Das Joshua-Profil“, „Passagier 23“ habe ich aufgehört, Fitzek-Bücher zu lesen (die angeführten waren die letzten, die ich von dem deutschen Autor gelesen habe).
Aber nun hat Herr Fitzek es geschafft, mit „Der Insasse“ schon vor dem Erscheinen des Thrillers für Aufruhr zu sorgen, denn zu „Der Insasse“ gab es einen SocialMedia-Aufruf, dass sich Interessierte bewerben können, die an einem literatur-psychologischen Experiment teilnehmen wollen. Die Blogger-Community schrie auf, dass man Psychiatriepatienten zu Unterhaltungszwecken missbrauchen würde bzw. im schlechten Licht darstellen will.
Genau das hat mich dazu bewogen, das Buch zu lesen. Denn bei all der Kritik darf man nicht vergessen, die Fitzek-Thriller sind Unterhaltungsliteratur und so ein Psychiatriesetting klingt unheimlich spannend, eben weil man dort Menschen vermutet, die eben anders ticken, eine andere Auffassungsgabe haben und man natürlich an alte (wenn auch überholte) Bilder denkt, die an „Verrückte“ im literarischen (!) Sinne und nicht an heutige reale Psychiatriefälle, die mit Burn-Out, Depression oder Panikattacken zu kämpfen haben, erinnern. Puh, Schachtelsätze übe ich nochmal, aber für mich sind das zwei total verschiedene Bereiche und von daher möchte ich mir selbst ein Bild machen.

Und ich als Leser bin froh, nicht nur Spiegel der Gesellschaft in Literatur vorgehalten zu bekommen, sondern auch zwischendurch einfach mal mit reiner Unterhaltung, die eben nicht realitätsnah sein muss, abschalten zu können. Auch das ist für mich lesen.


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Der Feind im Dunkeln

David Baldacci: Der Feind im Dunkeln ©2018 Bastei Lübbe

David Baldacci: Der Feind im Dunkeln ©2018 Bastei Lübbe

David Baldacci
Bastei Lübbe Verlag ⇒, Erscheint am , ISBN 978-3-7857-2639-6, 496 Seiten, Band 5 der Will-Robie-Reihe

Buchbeschreibung:
Will Robie und Jessica Reel sind die zwei tödlichsten Auftragskiller der US-Regierung. Während ihrer gefährlichen Missionen in Übersee hält ihnen ein Mann zu Hause den Rücken frei: Blue Man, ihr Führungsoffizier bei der CIA. Als Blue Man im Heimaturlaub spurlos verschwindet, machen Robie und Reel sich sofort auf den Weg nach Colorado. Dort, in dem kleinen Kaff Grand, stoßen sie rasch auf gewaltbereite Hinterwäldler. Im Hintergrund jedoch zieht ein weitaus gefährlicherer Gegner die Strippen, ein Mann, der über Leichen geht, um sein kriminelles Imperium zu schützen. Was als Suche nach ihrem Boss beginnt, wird für Robie und Reel bald zum nackten Kampf ums Überleben …

Zwei Auftragskiller gegen ein paar Hinterwäldler in einem Kaff. Na, das klingt ja perfekt für einen Ausflug. David Baldacci geht eigentlich ohnehin immer, der Typ schreibt einfach wahnsinnig gut und spannend.


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Der Wilde

Guillermo Arriaga: Der Wilde ©2018 Klett Cotta

Guillermo Arriaga: Der Wilde ©2018 Klett Cotta

Guillermo Arriaga
Klett-Cotta Verlag ⇒, Erscheint am 27.10.2018, ISBN 978-3-608-96177-5, 672 Seiten

Buchbeschreibung:
Juan Guillermos aufregendes und raues Leben spielt sich über den Dächern von Mexiko-City ab. Als sein Bruder stirbt, stürzt auch Juan in einen tiefen Abgrund. Guillermo Arriaga schreibt die epische Geschichte von Schuld und Rache neu – in einer Welt, in der der Tod kein Fremder ist.

Juan Guillermo kennt Mexiko-City besser als jeder andere. Mit seinen Freunden streift er durch sein Viertel, gewinnt Mutproben über den Dächern der Stadt und hält die Direktorin der Schule auf Trab. Sein großes Idol dieser unbeschwerten Tage ist sein großer Bruder Carlos. Ein belesener und geschäftstüchtiger junger Mann, der für Juan unantastbar zu sein scheint. Dann wird Carlos ermordet und Juan muss sich der grausamen Frage stellen, ob er seinen Tod hätte verhindern können. Er sinnt auf Rache, doch erst die Schicksalsgemeinschaft mit der schönen Chelo und einem gefährlichen Wolf zeigt ihm einen Weg aus dem Strudel von Verzweiflung und Gewalt. Guillermo Arriaga erschafft ein Epos der menschlichen Abgründe, aus dem in dunkelster Nacht die Menschlichkeit hervorbricht.

Das ist auch so ein Must-Read-Buch für mich. Mexiko kenne ich als Krimi-Leser als raues, hartes, gewalttätiges Pflaster, über das ich schon viel gelesen habe. Aber noch nie aus der Feder eines mexikanischen Autors. Mexikanische Feuilletons beschreiben das Buch als Spiegel des gegenwärtigen Mexikos, ein Buch über ein von Feind bestimmtes Leben, das selbst nur von Mitleid und Hoffnung lebt.
Absolutes Must-Read für mich.


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Joe

Larry Brown: Joe ©2018 Heyne Hardcore

Larry Brown: Joe ©2018 Heyne Hardcore

Larry Brown
Heyne Hardcore ⇒, Erscheint am 29.10.2018, ISBN 978-3-453-27176-0, 352 Seiten

Buchbeschreibung:
Gary Jones schätzt sein eigenes Alter auf etwa fünfzehn. Zusammen mit seinem gewalttätigen Vater, einer apathischen Mutter und seinen beiden Schwestern zieht er obdachlos und ohne Chance auf ein anständiges Leben durch den Süden der USA. Bis er auf den Ex-Häftling Joe Ransom trifft, der sein eigenes Leben auf die Reihe zu bekommen versucht. Joe gibt dem eifrigen Jungen einen Aushilfsjob und nimmt ihn unter seine Fittiche. Doch Garys Vater ist damit alles andere als einverstanden. Bald kommt es zur Konfrontation.

Nach „Fay“ ist nun „Joe“ dran. Wieder ist es der Vater, der das Leben eines Nachkömmlings zerstört. Wieder ist es jemand, der mit nichts in die Welt zieht und auf ein besseres Leben hofft. Das klingt dunkel und – leider auch – sehr realistisch.
Must-Read!


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Marlow

Volker Kutscher: Marlow ©2018 Piper

Volker Kutscher: Marlow ©2018 Piper

Volker Kutscher
Piper Verlag ⇒, Erscheint am 30.10.2018, ISBN 978-3-492-05594-9, 528 Seiten, Band 7 der Gereon-Rath-Reihe

Buchbeschreibung:
Berlin, Spätsommer 1935. In der Familie Rath geht jeder seiner Wege. Pflegesohn Fritz marschiert mit der HJ zum Nürnberger Reichsparteitag, Charly schlägt sich als Anwaltsgehilfin und Privatdetektivin durch, während sich Gereon Rath, mittlerweile zum Oberkommissar befördert, mit den Todesfällen befassen muss, die sonst niemand haben will. Ein tödlicher Verkehrsunfall weckt seinen Jagdinstinkt, obwohl seine Vorgesetzten ihm den Fall entziehen und ihn in eine andere Abteilung versetzen.
Es geht um Hermann Göring, der erpresst werden soll, um geheime Akten, Morphium und schmutzige Politik. Und um Charlys Lebenstrauma, den Tod ihres Vaters. Und um den Mann, mit dem Rath nie wieder etwas zu tun haben wollte: den Unterweltkönig Johann Marlow.

Ein Unterweltkönig aus den 30er Jahren. Herrlich! Am liebsten würde ich das Buch am besten sofort – jetzt gleich – in diesem Moment lesen. Aber diese Reihe will ich unbedingt von Anfang an beginnen und wird daher für den nächsten Leseurlaub aufgespart, auch wenn die Buchbeschreibung sehr, sehr neugierig macht.


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Desperation Road

Michael Farris Smith: Desperation Road ©2018 ars vivendi

Michael Farris Smith: Desperation Road ©2018 ars vivendi

Michael Farris Smith
ars vivendi ⇒, Erscheint am 30.10.2018, ISBN 978-3869139722, 350 Seiten

Buchbeschreibung:
Mississippi-Delta: Elf lange Jahre saß Russell Gaines im Gefängnis, weil er betrunken Auto fuhr und dabei einen Jugendlichen tötete. Doch am Morgen seiner Entlassung muss er feststellen, dass nicht jeder der Meinung ist, er hätte schon für seine Schuld bezahlt. Am selben Tag stapfen eine Frau namens Maben und ihre kleine Tochter Annalee die Interstate entlang, verzweifelt, erschöpft, und bezahlen mit ihren letzten paar Dollar ein Zimmer für die Nacht eine Nacht, die damit enden wird, dass Maben mit einer Pistole in der Hand durch die Dunkelheit irrt und ein Deputy tot auf der Straße liegt. Im Morgengrauen kreuzen sich die Wege von Russell und Maben, und der Ex-Sträfling muss sich entscheiden, wessen Leben er retten wird: sein eigenes oder das der Frau und ihrer Tochter …

Auf „Desperation Road“ freue ich mich sehr, denn schon „Nach dem Sturm“ von Michael Farris Smith hat mich gut unterhalten und mich in ein apokalypstisches Nordamerika der Zukunft gebeamt.
Auch dieses hier klingt nach großer Verzweiflung, nach Schuld, und bösen Vermutungen. Smith muss ich also lesen. Must-Read!


Manchmal habe ich wirklich Mitleid mit mir. Und mit den Büchern, die ich nie lesen werde. Jeden Monat finde ich so viele tolle Neuerscheinungen und schon beim Listen dieser neuen Bücher erkenne ich: Ich kann die niemals alle lesen.
So sind diese Neuerscheinungsposts immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge geschrieben, denn natürlich freut sich ein Leser wie ich auf ständig neue Krimis und ärgert und trauert dann, weil ein Leben für all diese Bücher nie und nimmer ausreicht.

Umso mehr habe ich mir vorgenommen, besser, gezielter auszuwählen. Mehr Leseproben zu lesen und – jaaaa! – auch mal ein Buch abzubrechen, das nicht gefällt.

Einziger Trost: Bis zum Leseurlaub sind es nur noch drei Monate. Der gehört dann den ungelesenen Büchern des SuBs-2018.

  1. Hallo Iris!

    Wieder eine tolle Wahl. Der Grönland-Krimi kommt auf jeden Fall auf die Wishlist.

    Und dann hab ich selbst noch eine „Empfehlung“ (selbst noch nicht gelesen, aber schon geliehen): Gerade erschien der Thriller „Pfuhl“ von Germaine Paulus im noch sehr jungen Verlag „The Dandy is dead“.

    Vielleicht etwas für deine Leseliste?

    Viele Grüße Moony

    Antworten

    1. Hallo Moony,

      dein Tipp klingt auf jeden Fall interessant. In der Beschreibung steht: „Ein Pulp-Noir-Roman.“, damit hat man mich immer gleich am Haken :-). Leider gibt es nirgends eine Leseprobe und lieferbar scheint das Buch auch nicht zu sein. *hmmm* Ich habe es aber mal auf die Merkliste gesetzt und behalte es im Auge. Danke dir!

      Liebe Grüße, Iris

      Antworten

  2. „Eisrot“ und der neue Brown wird auf die Liste gesetzt. Ich mage kalte Handlungsorte im Norden. Und Browns „Fay“ hat mir sehr gefallen, deshalb wird auch er vorgemerkt. Vielen Dank für die wunderbare Zusammenstellung. Viele Grüße

    Antworten

    1. Dankeschön! Diese Zusammenstellungen der Neuerscheinungen sind ja immer so subjektiv, so dass ich nie weiß, ob diese Posts überhaupt jemanden interessieren :-). Ich poste also mehr so auf gut Glück.

      Ich habe gerade deine Besprechung zu Fay gelesen… sehr gelungen! Dieses düstere und tragische kommt gut rüber.
      Verlinke mal zu deiner Rezension zu Fay von Larry Brown: https://zeichenundzeiten.com/2017/06/17/sumpf-larry-brown-fay/
      Werde Fay wohl noch einmal lesen, damit auch das Buch von Brown im Blog vorstellen kann. Es hat mir damals so gut gefallen, so dass ich hoffte, dass da noch mehr kommt. Umso mehr freue ich mich auf Joe.

      Bei „Eisrot“ bin ich mir noch nicht sicher, ob ich es bestellen werde. Bin gespannt auf deinen Eindruck zum Buch! Liebe Grüße dir, Iris

      Antworten

  3. Na Servas, Du tust mir was an XD
    „Grenzgänger“ und „Eisrot“ rutschten sofort auf meine WL. „Bösland“ habe ich schon seit paar Monaten auf meiner WL und möchte ich mir irgendwann demnächst zulegen. Das Mimimi bezüglich „Der Insasse“ war meiner Meinung nach einfach nur nervig. Ich habe es mir dann vorbestellt..ich Revoluzzer *g*. Die Will Robie-Reihe sollte ich auch unbedingt mal weiterlesen. Den ersten Teil fand ich genial. Hach, ich und meine Reihen…a neverending Story.

    Vielen Dank für den tollen Beitrag! Du gefährliches Luder XD

    Liebe Grüße aus der „Nachbarschaft“
    Conny

    Antworten

    1. Hallo liebe Conny!
      Das freut mich aber, das ich dir sowas antue :-). Ich, Schurke *lach*.

      Ja, den Insassen lege ich mir wohl auch so als kleinen Protest für U-Literatur zu :-). Und vielleicht werde ich ja überrascht, und Fitzek liest sich wieder wie ein Fitzek von früher *ich hoffe*. Bin auf deine Meinung sehr gespannt und ich denke, ich warte mit meiner Vorbestellung noch, zumal ich hier momentan eh überfüllt bin. Mal sehen, was du zu den Insassen sagst.

      Die Reihen sind wirklich böse. Ich habe so viele angefangen, dazwischen pausiert und eigentlich will ich die alle weiterverfolgen … aber ehrlich gesagt, ich komme nicht mehr hinterher. Blöd ist auch, dass ich die Reihen für den Blog vollständig haben will und dazu müsste ich ein paar (ein paar mehr) Re-Reads machen. Nur: wann? *hier haarsträubenden Smilie einfügen*

      *grins* Luder :-), ich glaube, das ist mein erstes Mal für dieses Wort *lach*.

      Liebe Grüße zurück zum Nachbarbalkon, Iris

      Antworten

  4. Grmpf, wo ist mein Kommi hin?! Wollte nur sagen: Ich denke ich darf behaupten, dein Lesegeschmack langsam zu kennen und auch wenn es schade um den Verlag ist – ich weiß du wärst nicht glücklich mit „Das lied der Wächter“ …

    Antworten

    1. Danke, liebe Janna, für deine Einschätzung. Mein Bauchgefühl sagt das auch, auch wenn das Buch wirklich interessant klingt :-). Ich liebe dystopische und Endzeit-Settings und bin da echt leicht zu überrumpeln :-).
      Und ja, ich weiß, du hast meinen Lesegeschmack längst durchschaut *lach*.

      Antworten

      1. Ja nu, sorry … hihi

        Meine Rezi kommt die Tage, aber es wäre dir zu wenig von dem Setting…

        Antworten

        1. Oh, dann liegst du wahrscheinlich ganz richtig mit deiner Vermutung, denn wenn es Richtung Dystopie geht, dann ist das Setting für mich absolut wichtig und darf gerne einen großen Platz einnehmen (nicht umsonst finde ich SILO von Hugh Howey bis heute mega :-)). Danke dir!

          Antworten

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