Schon ist das erste Monat im neuen Jahr um. Weg. Vergangen. Und das neue Monat startet. Es startet nicht nur, es bringt uns richtig viele interessante Neuerscheinungen mit. Diese Liste ist stark gekürzt, denn alle neuen Bücher können wir ohnehin nicht lesen. Hier also eine Auswahl aus dem Schurkenneuerscheinungsregal Februar 2019:

Übersicht:

DatumAutorTitelVerlag
01.02.Iain ReidEnemy ↓DroemerKnaur
01.02.Karen Thompson WalkerDie Träumenden ↓HarperCollins
11.02.Ivy PochodaWonder Valley ↓ars vivendi
12.02.Evelyn GrillDer Begabte ↓Residenz Verlag
18.02.Christine LehmannDie zweite Welt ↓Ariadne Verlag
18.02.James SallisWillnot ↓Liebeskind Verlag
19.02.Massimo CarlottoBlues für sanfte Halunken und alte Huren ↓Folio Verlag
01.02.Attica LockeBluebird, Bluebird ↓Polar Verlag
25.02.Marc ElsbergGier ↓Blanvalet
25.02.Sara GranDas Ende der Lügen ↓Heyne Verlag
28.02.Ortwin RamadanMoses und das Schiff der Toten ↓Atrium Verlag
28.02.Pascal EngmanDer Patriot ↓Tropen Verlag

Enemy

Iain Reid: Enemy ©2019 DroemerKnaur

Iain Reid

DroemerKnaur ⇔, 01.02.2019, 304 Seiten, 978-3-426-30620-8

Buchbeschreibung des Verlags: Ein Besucher ist etwas höchst Ungewöhnliches auf der Farm von Junior und Henrietta, die sich irgendwo in der kanadischen Einsamkeit zwischen riesige Rapsfelder duckt. Und der seltsame Gast aus der Stadt bringt verstörende Nachrichten: Junior wurde für ein Forschungsprogramm ausgewählt und soll die nächste Zeit weit weg von seiner Farm verbringen … sehr weit weg. So soll sein langweiliges Leben revolutioniert, seine persönliche Entwicklung vorangetrieben werden.  
Und Henrietta, seine geliebte Frau?  
Keine Angst. Für sie wird gesorgt – sie wird seine Abwesenheit noch nicht einmal bemerken.

„Enemy“ wird als philosophischer Thriller beworben, der sich mit den Fragen um den freien Willen drehen soll. Der Klappentext an sich klingt geheimnisvoll, schwer zuzuordnen und macht dadurch natürlich neugierig. Reingelesen wird auf alle Fälle.


Die Träumenden

Karen Thompson Walker: Die Träumenden ©2019 HarperCollins

Karen Thomspon Walker

Harper Collins ⇔, 01.02.2019, 336 Seiten, 978-3-95967-260-3

Lora, Kalifornien: Es beginnt an einem College. Ein junges Mädchen auf einer Party fühlt sich plötzlich müde, so müde wie noch nie in ihrem Leben. Sie wacht nicht wieder auf. 
Zuerst denken sie, es kommt aus der Luft, ein Gift, eine Art Virus. Aber niemand kann es nachweisen. 
Was auch immer es ist, es breitet sich rasend schnell in Santa Lora aus: Menschen werden müde, legen sich hin – und schlafen für immer. Sie sind nicht tot, sie wachen aber auch nicht mehr auf. 
Panik bricht aus, die Stadt wird von der Außenwelt abgeriegelt. Mittendrin: Eine junge Studentin, die im College unter Quarantäne steht. Zwei kleine Mädchen, deren Vater ihr Haus in eine Festung verwandelt. Und ein Paar, das verzweifelt versucht, sich und ihr Neugeborenes zu schützen, während um sie herum alles im Chaos versinkt.

Schon 2013 konnte mich die Autorin mit ihrem Roman „Ein Jahr voller Wunder“ fesseln. Darin ging es um die Auswirkungen und Folgen, wenn sich die Erde plötzlich langsamer dreht. Der Roman damals konnte durch Ruhe Spannung erzeugen, ein Widerspruch, der aber gelungen ist. Deswegen bin ich natürlich auch sehr gespannt auf den neuen Roman der kalifornischen Autorin, in dem sie alle schlafen legt.


Wonder Valley

Ivy Pochoda

Ivy Pochoda: Wonder Valley ©2019 ars vivendi

Ars vivendi ⇔, 11.02.2019, 400 Seiten, 978-3-86913-994-4

Als ein Teenager aus der mysteriösen Heiler-Kommune seines Vaters in der Mojave-Wüste flüchtet, setzt er damit eine spektakuläre Reihe von Ereignissen in Gang, an deren Ende sich die Wege von mehreren Personen kreuzen, die allesamt ihrer Vergangenheit entfliehen wollen. Da ist der Mörder Ren, der 
in L. A. seine Mutter sucht, Britt, die ein dunkles Geheimnis mit sich trägt, Tony, ein unglücklicher Anwalt kurz vor dem Nervenzusammenbruch, und da sind die Gewalttäter Sam und Blake, die sich im Wonder Valley verstecken …

Kann man vor seiner Vergangenheit fliehen? Diese Frage kommt in Romanen ja immer wieder vor und doch wird sie nie langweilig. Der Verlag beschreibt dieses Buch als ein starkes Porträt der Metropole Los Angeles mit einer Bestandsaufnahme gegenwärtiger Hoffnungen. Mal schauen, wie die Leseprobe wird.


Der Begabte

Evelyn Grill

Evelyn Grill: Der Begabte ©2019 Residenz Verlag

Residenz Verlag ⇔, 12.02.2018, 164 Seiten, 978-3-7017-1709-5

Begabt ist der Junge gewiss, den „kleinen Mozart“ nennen sie ihn in dem Städtchen. Doch jetzt sitzt er im Gefängnis – zu Unrecht? Schicht für Schicht steigen wir in die Tiefen seiner Erinnerung. Mit geradezu qualvoller Raffinesse enthüllt Evelyn Grill, wie aus einem Jungen, der ohne Freunde und ohne Mutter bei seinen Großeltern aufwuchs, der von seinem Opa, dem Schuldirektor, einer Autorität im Ort, aufgezogen und gefördert, gehätschelt und erniedrigt wurde, ein Verdächtiger, vielleicht ein Mörder wurde. Denn die Oma ist tot, erschlagen mit einer Hacke, und der Opa, der war im Wirtshaus, als es geschah. Meisterlich zieht Evelyn Grill die Fäden dieses grausamen Romans über die alltägliche Gemeinheit und die Sehnsucht nach Anerkennung.

Raffiniert? Ja, das sind Evelyn Grills Romane wirklich. Und authentisch. „Der Sohn des Knochenzählers“ (Folgeband von „Wilma“) ist noch heute eines meiner Highlights in meinem Regal. Sie enthüllt meisterhaft eine Schicht nach der anderen, was anfangs so harmlos wirkt, entwickelt sich dann zu etwas Schauderhaften. Ja, Evelyn Grill muss ich lesen. Unbedingt.


Die zweite Welt

Christine Lehmann: Die zweite Welt ©2019 Ariadne

Christine Lehmann

Argument/Ariadne ⇔, 18.02.2019, 220 Seiten, 978-3-86754-237-1

Es ist der 8. März 2019 in Stuttgart. Ein kalter Tag, noch winterlich. Aus dem Radio kommt schon in den Morgenstunden allerlei Wissenswertes zum Thema Feminismus. Was die Sender nicht ausstrahlen, sind die eingehenden Drohanrufe. 
»Der Ehrenmann handelt. Schluss mit dem Femi­nazen-Terror. Ich will heute keine von euch Schlampen auf der Straße sehen« – das hat Sally mitgeschrieben, Lisa Nerz’ Freundin, die im SWR-Studio am Frauentag Telefondienst macht. Die Wortwahl gemahnt an die Propaganda der PGM, der ›Partei des gesunden Menschenverstandes‹, die sich über Einwanderung, Genderfragen, die Bedrohung der Familie und die Verkrüppelung der Muttersprache ereifert. Mit Unbehagen erinnert sich Lisa, von den ›Unfren‹ gehört zu haben, ›unfreiwillig enthaltsame‹ Männer, die im Internet ihren Frust zele­brie­ren und sich in Frauen­hass hineinsteigern. Steckt am Ende so einer hinter den Drohungen?  
Gemeinsam mit der technisch hoch versierten Schülerin Tuana klappert Lisa Nerz ihre Quellen ab, um Licht in die Sache zu bringen, ehe die Demo losgeht. Wobei Tuana, ganz selbstverständlich in Hidschab und Abaya gekleidet, ihr einen ungewohnten Blick auf Straßenkommuni­kation verschafft …
Können die beiden rechtzeitig herausfinden, wer wirklich hinter den Drohungen steckt? 

Aktuell ist das erste Wort, das mir einfällt, wenn ich die Buchbeschreibung lese. Und natürlich drängt es mich, das Buch aufgrund der Aktualität zu lesen. Aber so Bücher mit derart aktuellen Themen, um die man gar nicht herumkommt, auch wenn man es wollte, sind manchmal wie ein zweischneidiges Schwert: denn wenn sie nur für den Markt, für die momentane Debatte geschrieben wurden, wirken sie oftmals unfertig und unglaubwürdig (Beispiel „Vox“ → von Christine Dalcher). Deswegen werde ich hier wohl erst die Leseprobe abwarten und dann entscheiden, ob es ins Regal ziehen darf. Aber das Thema. Das reizt schon.


Willnot

James Sallis: Willnot ©2019 Liebeskind Verlag

James Sallis

Liebeskind Verlag ⇔, 18.02.2019, 224 Seiten, 978-3-95438-102-9

In Willnot, einer amerikanischen Kleinstadt, wird eine Grube voller Leichen entdeckt. Lamar Hale, der ortsansässige Arzt, wird vom Sheriff zum Tatort gerufen. Niemand weiß, wer die Opfer sind, geschweige denn, was das Motiv für diese grausame Tat sein könnte. Eine Spezialeinheit rückt an, um das Gelände zu sichern und mit der Spurensuche zu beginnen. Derweil erhält Lamar Hale Besuch von Brandon Lowndes, einem ehemaligen Patienten, der nach vielen Jahren Abwesenheit wieder in Willnot auftaucht. Über die Gründe für seine Rückkehr schweigt er sich aus. Ein paar Tage später erhält Hale erneut unangekündigten Besuch, diesmal von einer FBI-Agentin namens Theodora Odgen, die sich nach Brandon Lowndes erkundigt. Dem Vernehmen nach war er Scharfschütze bei den Marines, ein Elitekiller, der sich unerlaubt von der Truppe entfernt hatte. Und genau dieser Brandon Lowndes wird einige Tage später aus dem Hinterhalt angeschossen. Das FBI ist sofort zur Stelle, aber Brandon verschwindet aus dem Krankenhaus, bevor man ihn befragen kann.

James Sallis Romane haben heuer hohe Priorität, da ich nur „Driver“ von ihm gelesen habe und hier noch drei weitere ungelesene Romane des Autors liegen. Aber nicht gleich. Auf alle Fälle wird „Willnot“ auf der Lesecouch landen. Vermutlich in meinem Sommerurlaub. Must-Read!


Blues für sanfte Halunken und alte Huren

Massimo Carlotto: Blues für sanfte Halunken und alte Huren ©2019 Folio Verlag

Massimo Carlotto

Folio Verlag ⇔, 19.02.2019, 240 Seiten, 978-3-85256-772-3

Marco Buratti, der Alligator, und seine beiden Kumpane Max „das Gehirn“ und Rossini, genannt der alte Gauner, jagen ihren ewigen Todfeind Giorgio Pellegrini. Doch dieser kollaboriert längst mit der Polizei als V-Mann. Da ermorden Killer dessen Frau und dessen Geliebte. Die machthungrige Dottoressa Marino vom Innenministerium spinnt ein unentwirrbares Netz von Intrigen und nötigt das skurrile Trio zu verdeckten Ermittlungen in der Mordsache. Erst allmählich erkennen die drei die Falle, auf die sie zusteuern – und gehen aufs Ganze.

Der Titel! Herrlich! Voller Widersprüche, ich bin verliebt. Carlotto muss man ohnehin lesen. Auch dieses: wird zwar nicht sofort gelesen, aber bald und auf jeden Fall.


Bluebird, Bluebird

Attica Locke: Bluebird, Bluebird ©2019 Polar Verlag

Attica Locke

Polar Verlag ⇔, 01.02.2019, 280 Seiten, 978-3-945133-71-2

Mit einem Abschluss in Princeton und zwei Jahren Jurastudium hätte Darren Mathews leicht einen Platz in der Elite der afroamerikanischen Anwälte einnehmen können. Stattdessen folgte er dem Beispiel seines Onkels, um Texas Ranger zu werden. Auf Drängen eines Freundes im FBI fährt er nach Lark. Was zunächst wie ein doppeltes Hassverbrechen in einer winzigen Stadt in Texas aussieht, entpuppt sich als ein komplizierter Fall. Eines der Opfer ist Michael Wright, ein schwarzer Anwalt aus Chicago. Das andere Opfer Missy Dale, eine un­glücklich verheiratete weiße Kellnerin, die zusammen mit Wright eine Redneck-Bar in Lark spät in der Nacht verlassen hat. Beide misshandelten Leichen werden im nahegelegenen Attoyac Bayou gefunden. 
Mathews, der wegen eines ähnlich gelagerten Falls suspendiert wurde, vermu­tet eine Verbindung zur Aryan Brotherhood of Texas, einer gewalttätigen rassistischen Bande, die sich durch Drogenschmuggel bereichert. Er trifft auf einen ihm feindlich eingestellten Sheriff, den rassistischen Ehemann der Toten und die äußerst launische Witwe des toten Anwalts, die extra einfliegt, um herauszufinden, was ihrem Ehemann zugestoßen ist. 

So ein bisschen fühle ich mich in Texas inzwischen zu Hause. Literarisch zumindest. Auch dieser Roman von Attica Locke klingt nach einer Geschichte, die sich um Rassismus dreht und in der es ganz sicher hoffnungslos enden wird. Für mich ein absolutes Must-Read!


GIER – Wie weit würdest du gehen?

Marc Elsberg: Gier ©2019 Blanvalet Verlag

Marc Elsberg

Blanvalet Verlag ⇔, 25.02.2019, 448 Seiten, 978-3-7645-0632-2

»Stoppt die Gier!«, rufen sie und »Mehr Gerechtigkeit!«. Auf der ganzen Welt sind die Menschen in Aufruhr. Sie demonstrieren gegen drohende Sparpakete, Massenarbeitslosigkeit und Hunger – die Folgen einer neuen Wirtschaftskrise, die Banken, Unternehmen und Staaten in den Bankrott treibt. Nationale und internationale Konflikte eskalieren. Nur wenige Reiche sind die Gewinner. Bei einem Sondergipfel in Berlin will man Lösungen finden. 

Der renommierte Nobelpreisträger Herbert Thompson soll eine Rede halten, die die Welt verändern könnte, denn angeblich hat er die Formel gefunden, mit der Wohlstand für alle möglich ist. Doch dazu wird er nicht mehr kommen. Bei einem Autounfall sterben Thompson und sein Assistent – aber es gibt einen Zeugen, der weiß, dass es Mord war, und der hineingezogen wird in ein gefährliches Spiel. Jan Wutte will wissen, was hinter der Formel steckt, aber die Mörder sind ihm dicht auf den Fersen …

Marc Elsberg ist auch so ein Autor, den man eigentlich uneingeschränkt lesen muss. Er verpackt aktuelle Ängste in spannende Geschichten. In „Zero“ zeigte er die Welt der Daten, in „Blackout“ nahm er dieser den Strom weg. Und „Gier“ bringt uns wohl die Welt der mächtigen Konzerne näher. Wir werden sehen, ich werde das Buch auf alle Fälle lesen.


Das Ende der Lügen

Sara Gran: Das Ende der Lügen ©2019 Heyne Verlag

Sara Gran

Heyne Verlag ⇔, 25.02.2019, 352 Seiten, 978-3-453-27156-2

Mit Claire DeWitt kehrt eine der überzeugendsten Ermittlerfiguren auf die Krimi-Bühne zurück. Von inneren Dämonen gepeinigt und den Rauschmitteln nicht abgeneigt, dafür aber mit fast schon überirdischem Spürsinn und Kampfgeist ausgestattet, löst sie ihre Fälle mit Bravour. Mal unkonventionell, mal gesetzwidrig, aber stets im Dienste der Wahrheit. In ihrem neuen Fall entgeht Claire DeWitt knapp einem Anschlag. Trotz zahlreicher Blessuren nimmt sie die Verfolgung des Attentäters auf. Nicht die beste Idee, wie sich zeigt. 

Von Sara Gran habe ich noch keinen Band der Claire-deWitt-Reihe gelesen. Aber „Dope“ und „Come Closer“ haben mir gut gefallen und okay, so Schurkenleser haben etwas übrig für unkonvetionelle, gesetzeswidrige Ermittlungen. Deswegen ist auch dieser Band ins Visier geraten.


Moses und das Schiff der Toten

Ortwin Ramadan: Moses und das Schiff der Toten ©2019 Atrium Verlag

Ortwin Ramadan

Atrium Verlag ⇔, 28.02.2019, 336 Seiten, 978-3-85535-030-8

Stefan Moses kam als Kind aus Afrika nach Hamburg. Heute ermittelt er als Hauptkommissar bei der Mordkommission. Als schwarzer Kommissar sorgt er immer wieder für Irritationen, die er geschickt für seine Ermittlungen zu nutzen weiß. 

Stefan Moses, 43, wohnhaft im beschaulichen Hamburger Winterhude, ist gründlich, pünktlich, höflich und korrekt – was ihn nicht davor bewahrt, dass er aufgrund seiner Hautfarbe sowohl beim Bäcker als auch bei der Zeugenvernehmung immer wieder Überraschungen erlebt. In seinem ersten Fall wird Moses mit einem bizarren Fund konfrontiert: Mitten in der Stadt, im Lohmühlenpark in St. Georg, wird die Leiche eines Mannes entdeckt, der nackt auf einer Parkbank sitzt und, wie sich herausstellt, ertrunken ist. Zusammen mit seiner ebenso unfreiwilligen wie aufbrausenden Partnerin Katja, die als Hobby Kickboxen betreibt und in einer Plattenbausiedlung aufgewachsen ist, nimmt Moses die Ermittlung auf.

Rassismus finde ich ein sehr wichtiges Thema, denn trotz aller Toleranzbewegungen unserer Zeit, sind rassistische Vorurteile und Kämpfe leider noch immer aktuell. Deswegen kann man dieses Thema gar nicht oft genug aufgreifen. Und hier reizt natürlich zum Einen das Setting, das in Deutschland liegt, und zum anderen an der Hauptfigur Stefan Moses, der Ermittler mit afrikanischen Wurzeln. Das fühlt sich mal andersrum an. Und genau das macht das Buch interessant.


Der Patriot

Pascal Engman: Der Patriot ©2019 Tropen Verlag

Pascal Engman

Tropen Verlag ⇔, 28.02.2019, 470 Seiten, 978-3-608-50365-4

Der Mord an einer Journalistin versetzt die schwedischen Nachrichtenredaktionen in Alarmbereitschaft. Massive Drohungen gegen Vertreter der sogenannten »Lügenpresse« sind längst an der Tagesordnung, doch nun macht ein Serienkiller ernst. Er ist fest entschlossen, mit allen abzurechnen, die dem bedrohlichen Flüchtlingszustrom in seinem Land nichts entgegensetzen.


In Stockholms Zeitungsredaktionen regiert die Angst. Drohungen gehören zum Alltag, populistische Meinungsmacher verschärfen die aufgeheizte Stimmung noch. Als eine junge Journalistin, die strikt für Meinungsfreiheit eingetreten ist, kaltblütig ermordet wird, werden die schlimmsten Befürchtungen plötzlich real. Nur Madeleine Winther, eine junge aufstrebende Nachrichtenredakteurin, bleibt davon merkwürdig unberührt und plant stattdessen ihre nächsten Schritte auf der Karriereleiter. Doch auch sie muss sich der Realität stellen, denn es bleibt nicht bei diesem einen Opfer. Der Täter, Carl Cederhielm, will Rache nehmen an allen, die dazu beitragen, dass seine Heimat Tag für Tag von Flüchtlingen überschwemmt wird. Sein Ziel sind die Medien, und gemeinsam mit zwei Gleichgesinnten eröffnet er die Jagd auf Journalisten. Es scheint, dass niemand die schwedischen Terroristen aufhalten kann. Doch dann taucht ein neuer Akteur auf der Bildfläche auf, der zum Äußersten entschlossen ist.

Aktuell ist das Thema von „Der Patriot“ auf jeden Fall. Drohungen und Beschimpfungen insbesondere gegen die Presse ist allgegenwärtig. Ob man daraus eine gute Geschichte spinnen kann? Mal sehen.


Heute musste ich meine Neuerscheinungsliste für den Februar wirklich drastisch kürzen. Denn es kommen noch mehr interessante neue Krimis und Thriller auf uns zu: „Gleißender Tod“ von Wolfgang Burger und Hilde Artmeier zum Beispiel, „In Liebe, Dein Vaterland II“ von Altmeister Ryū Murakami, „Der lombardische Kurier – Duca Lamberti ermittelt“ von Giorgio Scerbanenco oder auch ein weiter Band der Crissa Stone – Reihe „Der Teufel will mehr“ von Wallace Stroby. Und noch viele weitere. Ein neuer Lehane, ein neuer Minier, … ja, die Liste ist lang. Und die Zeit, die alle zu lesen, viel zu kurz.

Deswegen: Schönen neuen Lesemonat euch! Ich bin auf der Lesecouch. Jetzt.

  1. Auf meiner Leseliste ganz vorne steht „Gier“. Marc Elsberg ist für mich auf jeden Fall ein Autor, dessen Bücher ich unbesehen kaufe. Aktuelle Themen, die er sehr akribisch recherchiert und konsequent weiterdenkt, verpackt in eine spannende Rahmengeschichte, das gefällt mir sehr gut. Bei ihm spielt das Thema immer die Hauptrolle und wirkt auch noch Jahre nach.
    Das Thema von „Helix“ ist im Augenblick mit den „genverbesserten“ und angeblich gegen HIV resistenten Babys, die in China angeblich zur Welt gekommen sind, sehr aktuell und auf den flächendeckenden Stromausfall von „Blackout“ warte ich auch immer noch.
    Ich freue mich sehr auf „Gier“!
    LG Gabi

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    1. Gute Wahl! Ja, Elsberg finde ich auch aufgrund der Themen und sehr intensiven Recherche lesenswert. Bin gespannt, wie dir GIER gefallen wird! Schönes Lesewochenende!

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  2. Freue mich vor allem auf Willnot und Bluebird.

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    1. Die beiden Bücher sind auch bei mir Must-Read.

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  3. Was für eine Fülle an Tipps. Und du stellst sie einfach gelungen vor. Aber ich kann nicht alle lesen.
    Ich denke mein Favorit ist der Begabte. Nicht zuletzt wegen dem Klavier auf dem Cover und deinen Worten zu vorherigen Büchern. Mal wieder eine Autorin die bisher nicht meine Aufmerksamkeit erregt hat. Das hat sich jetzt geändert.
    Viele Grüße
    Silvia

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    1. Das freut mich sehr! Danke!
      Evelyn Grill hatte ich damals auch nur durch Zufall entdeckt und nun lange gewartet, dass noch was nachkommt. Bin gespannt, wie „Der Begabte“ wird und noch mehr, wie dir Grills Figuren gefallen werden, die außergewöhnlich ungewöhnlich sind. Viel Spaß beim Lesen!
      Viele liebe Grüße, Iris

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  4. So so, der Like-Button ist futsch! Und ansonsten neues Theme? Am PC ist da jetzt (hau mich net, solltest du wirklich ein neues haben) nicht viel Veränderung zu sehen *SichUmblickt

    Oh jaaaa „Die Träumenden“ werde ich vorbestellen – mache das ja äußerst selten … und nachdem ich nun meinen RuB Jan. `18 und Jan. *19 in einem Bild direkt verglich, ist nun eh alles egal *lach

    „Gier“ steht auch schon auf meiner Wunschliste als Hörbuch und Audible werde ich jetzt wohl austricksen, die können mich gerade mal! Freund hat ja auch Konto, werde das dann über ihn machen -.-

    Hab einen mukkeligen Samstag meine Lieblingsschurkin :-*

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    1. An den Augen hast du nix! Sehtest bestanden ;-). Das Theme ist noch das alte, für das neue muss ich alle Beiträge umarbeiten und das habe ich im Januar nicht geschafft. Und ich bin noch nicht sicher, welches ich nehmen werde (alles Frameworks mit Vor- und Nachteilen). Deswegen probiere ich nun im Hintergrund herum, also auf meiner offline-Spielwiese, und stelle es erst nach Fertigstellen hier auf dem Server um.

      Der Like-Button fehlt ja wirklich. Den habe ich wohl beim Umzug vergessen. Danke für den Hinweis!

      Ärgert dich Audible? Da habe ich bei Twitter schon vor ein paar Tagen mal gelesen, dass jemand Probleme damit hatte.

      Du vergleichst dein RuB? Ich zähle die ungelesenen Bücher gar nicht, schön, dass es sie gibt und hier liegen und geduldig warten :-). Und ich fülle das Regal gerne immer wieder auf.
      Auch dir einen mukkeligen hartgesottenen Lesesamstag mit blutroten Badekügelchen! Danke dir! *Lieblingsschurkin*, hach.

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  5. Da Driver und auch der zweite Band zu meinen Lieblingsbüchern gehört, freue ich mich, dass du einen neuen Titel von Sallis vorstellst. Und Gier kommt auch gleich ganz oben auf die Liste, Blackout hatte ich damals an meinen Vater weitergegeben und wir waren beide sehr beeindruckt! Hab einen schönen Februar mit viel Lesezeit, liebe Iris

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    1. Vielen Dank! Sallis ist für mich auch Must-Read und Gier ganz oben auf der Liste (ich hoffe, ich komme dazu). Vielen lieben Dank, dir auch einen schönen Februar mit vielen tollen Büchern!

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