Die März-Neuerscheinungen bin ich noch schuldig geblieben. Leider kam ich im März weder zum Lesen, noch zum Rezensieren und zum Bloggen schon gar nicht. Das soll sich aber in den nächsten Wochen wieder ändern und deswegen reiche ich meine vorgemerkten März-Neuerscheinungen als Warm-up sozusagen schnell nach. Und das sind die vorgemerkten März-Bücher, die ich im Visier habe:

Übersicht:

DatumAutorTitelVerlag
01.03.Lou BerneyDestination Dallas ↓HarperCollins
01.03.Frank Göhre
Alf Mayer
King of Cool. Die Elmore-Leonard-Story ↓Culturbooks
05.03.Gioacchino CriacoDie Söhne der Winde ↓Folio Verlag
06.03.Antonio OrtuñoDie Verschwundenen ↓Antje Kunstmann
11.03.Melissa Scrivner LoveLola ↓Suhrkamp Verlag
11.03.Johnny Temple (Hg.)USA Noir ↓Culturbooks
11.03.J. M. IlvesBordertown: Die Abrechnung ↓Suhrkamp
11.03.Jules GrantDie Nacht ist unser Haus ↓Heyne Verlag
21.03.Peter BeckDie Spur des Geldes ↓Emons Verlag

Destination Dallas

Lou Berney: Destination Dallas ©2019 HarperCollins
Lou Berney: Destination Dallas ©2019 HarperCollins

Lou Berney

HarperCollins ⇔, 01.03.2019, 352 Seiten, 978-3959672702

Buchbeschreibung des Verlags: November 1963: Amerika befindet sich in Schockstarre. Präsident Kennedy ist gerade in Dallas erschossen worden. 
Auch den sonst nie um ein Wort verlegenen Frank Guidry macht die Nachricht sprachlos. Einige Tage zuvor hat er seinem Boss, der Mafiagröße Carlos Marcello, einen Gefallen getan und unweit des Tatorts ein Auto abgestellt. Ein Fluchtwagen, wie es nun scheint. 
Da Frank weder verhaftet, noch als Mitwisser zum Schweigen gebracht werden will, muss er die Stadt schnellstmöglich verlassen. 
Die junge Charlotte flieht ebenfalls, zusammen mit ihren Töchtern – vor ihrer trostlosen Ehe, der Enge ihres Zuhauses, der Chancenlosigkeit ihres Lebens. In einer Notsituation trifft sie auf den weltgewandten Frank, der vorschlägt, den Rest des Weges durch die USA gemeinsam fortzusetzen. 
Schnell stellen Frank und Charlotte fest, dass sie einander auf ihrer Reise brauchen werden.

So, so! Kennedy wurde erschossen! Und Frank hat den Fluchtwagen dafür geliefert. Blöd für ihn ausgerechnet beim Präsidentenmord Tatbeteiligter zu sein, verständlich dass er da die Biege machen will. Wenn die Mafia hinter einem her ist, kann es nur böse Wege geben. Wird gelesen, das Buch liegt auch schon hier.


King of Cool. Die Elmore-Leonard-Story

Frank Göhre, Alf Mayer: King of Cool ©2018 Culturbooks Verlag
Frank Göhre, Alf Mayer: King of Cool ©2018 Culturbooks Verlag

Frank Göhre & Alf Mayer

CulturBooks Verlag ⇔, 01.03.2019, 240 Seiten, 978-3959881043

Buchbeschreibung des Verlags: Göhre und Mayer erzählen von Leonards Anfangsjahren in einer Werbeagentur, ersten Erfolgen als Westernautor, seinem Aufstieg zu einem der bestbezahlten Krimi- und Drehbuchautoren. Sie berichten von Dreharbeiten, lassen Zeitzeugen zu Wort kommen und beleuchten in Zitaten, Anekdoten, Bekenntnissen und Nacherzählungen die Romane, Filme und das Leben des Kultautors. Arrangiert wie eine große und vergnügliche Jamsession. Als Leseabenteuer. Als Lebensroman. Die Elmore-Leonard-Story.

Das ist mal was anderes. Kein Roman, sondern eine Annäherung an einen bekannten Autor, der durch seine Western-Romane berühmt wurde. Auch dieses Buch liegt bereits hier auf dem Lesestapel.


Die Söhne der Winde

Gioacchino Criaco

Gioacchino Criaco: Die Söhne der Winde ©2019 Folio Verlag

Folio Verlag ⇔, 05.03.2019, 336 Seiten, 978-3852567709

Buchbeschreibung des Verlags: Die berührende Geschichte dreier Jungen und ihrer Mütter in der Mafiahochburg Kalabriens. Nicola, Filippo und Antonio wachsen im Kalabrien der 1960er-Jahre auf umgeben von Heiligenlegenden und Aberglauben, fern jeder Moderne. In ihrem Dorf Africo herrschen Elend und Arbeitslosigkeit. Ihre Väter arbeiten in Deutschland. Die Mütter versuchen als Tagelöhnerinnen in den Jasminfeldern ihre Kinder sattzubekommen. Alleingelassen vom Staat, ausgebeutet von den Besitzern und gegängelt von der Mafia, proben die Frauen den Aufstand, während die Söhne das schnelle Geld suchen und in die Kriminalität abdriften.

„Schwarze Seelen“ hieß das erste Buch des italienischen Autors, das ich gelesen habe. Auch darin ging es um das organisierte Verbrechen. „Die Söhne der Winde“ dürfte in die gleiche Richtung gehen, auch hier ist von drei Jugendlichen die Rede, von Aberglauben, Arbeitslosigkeit und die Verlockungen krimineller Lebensbahnen.
Das wird gelesen.


Die Verschwundenen

Antonio Ortuño

Verlag Antje Kunstmann ⇔, 06.03.2019, 240 Seiten, 978-3956142857

Buchbeschreibung des Verlags: Wie ein skrupelloser Bauunternehmer mit Bestechung, Erpressung und Mord seine Ziele durchzusetzen versucht und in Kauf nimmt, dass die eigene Familie daran zerbricht: In seinem grandiosen Roman zeichnet Ortuño ein erschütterndes Sittenbild des heutigen Mexiko, in dem Korruption und Gewalt allgegenwärtig sind. 
Der Bauunternehmer Don Carlos Flores plant in Guadalajara eine luxuriöse Wohnanlage, für die er schon einen Namen hat, Olinka, und auch Investoren. Er muss sich für dieses Projekt, das ihn und seine Familie noch reicher machen soll, nur noch den Grund und Boden aneignen. Und die Leute vertreiben, die dort wohnen. Dazu ist ihm jedes Mittel recht. Viele gehen nach Schikanen freiwillig, aber zwei Familien lassen sich nicht vertreiben und die sind plötzlich verschwunden. Gleichzeitig wird Don Carlos der Geldwäsche für die Drogenbosse aus dem Norden Mexikos beschuldigt und Journalisten recherchieren, wo die Verschwundenen geblieben sind. Alle Spuren weisen auf Don Carlos, der den Kopf aus der Schlinge zieht und seinen Schwiegersohn, Aurelio Blanco, als Bauernopfer den Behörden ausliefert. Ohne zu ahnen, wofür er eigentlich benutzt wird, deckt ihn Aurelio bereitwillig. Doch mit 15 Jahren Haft hat er nicht gerechnet. Als man ihn freilässt, sucht er Gerechtigkeit. Wird es sie für ihn geben?

Ortuño schreibt keine Unterhaltungsromane. Das sollte man vor dem Kauf wissen. Seine Romane sind eher Sittenbilder eines düsteren Landes, das von korrupten Machtstrukturen durchlöchert ist.
„Die Verschwundenen“ habe ich inzwischen gelesen (eine Besprechung dazu erscheint morgen im CrimeMag ⇔). Thematisch konnte mich Ortuño wieder in den Bann ziehen und überzeugen, nur erzählerisch liegen wir noch immer nicht auf einer Wellenlänge. Aber mehr dazu morgen in der Besprechung.


Lola

Melissa Scrivner Love

Suhrkamp Verlag ⇔, 10.03.2019, 391 Seiten, 978-3518469453

Buchbeschreibung des Verlags: South Central, L.A. Lola Vasquez ist klein, zierlich, unscheinbar, anscheinend eine chica unter vielen in der Latino-Gang The Crenshaw Six. Die Gang versucht, möglichst unauffällig zu agieren, und zu dieser Strategie in einer Mucho-macho-Welt gehört auch, dass Lola nicht sichtbar wird, denn in Wahrheit ist sie die Chefin der Gang, ebenso brillant wie rücksichtslos.
Die Karten werden neu gemischt, als sie in einen Krieg zwischen einem etablierten Großdealer, einem expansionswilligen mexikanischen Kartell und einem neuen Großlieferanten gezogen wird. Auch die Polizei und die Staatsanwaltschaft mischen mit – eine Gang wie jede andere. 
Lolas Achillesferse ist ihre Familie, ihre Crack-Mutter und ihr nicht allzu schlauer Bruder. Als es hart auf hart kommt, muss Lola ein paar Entscheidungen fällen, die alles andere als leichtfallen …

Klingt ja beinahe schon zu gut für einen Schurkenleser. Eine Ganggeschichte mit weiblichen Boss. Yeah. Mal was anderes. Das Buch ist in der engeren Auswahl.


USA Noir

Johnny Temple (Herausgeber)

CulturBooks Verlag ⇔, 11.03.2019, 344 Seiten, 978-3959881029

Buchbeschreibung des Verlags: Von Küste zu Küste: 14 herausragende Autorinnen und Autoren – von den Superstars der Szene bis zu literarischen Geheimtipps – nehmen Sie mit auf eine abenteuerliche Reise quer durch die USA. Vom brodelnden New York und den dicht besiedelten Städten der Ostküste über die Berge und Städte des Landesinneren bis zu den mythendurchdrungenen und hitzeflimmernden Metropolen der Westküste.

Starke Literatur, die berührend und spannend von den Schattenseiten des amerikanischen Traums erzählt. Von einer bunt schillernden Gegenwart voller ungewöhnlicher Milieus abseits der üblichen Touristenpfade. Von Tagträumern, Zockern, Kriegsveteranen, Aussteigern, Billigjobbern, korrupten Polizisten, Trickbetrügern, Drogenhändlern, Privatdetektiven und ganz normalen Menschen, die in Situationen geraten, die sie nicht mehr kontrollieren können.

Normalerweise bin ich nicht der Kurzgeschichten-Leser. Aber bei Noir-Geschichten mache ich gerne eine Ausnahme.
Im CulturBooks Verlag sind außerdem schon „Berlin Noir“ (mit Geschichten von Zoe Beck, Max Annas, Katja Bohnet, Susanne Saygin, …) und „Paris Noir“ erschienen. Ein Buch also, das ich sofort kaufe und für die heißen Sommertage am Strand reserviere.


Bordertown: Die Abrechnung

J. M. Ilves

Suhrkamp Verlag ⇔, 10.03.2019, 318 Seiten, 978-3518469224

Buchbeschreibung des Verlags: Kommissar Sorjonen erlebt seinen persönlichen Albtraum: Seine Tochter Janina wird blutverschmiert und ohne jegliche Erinnerung auf einem Segelboot aufgefunden. Neben ihr: ein brutal ermordeter Mann. Die Beweise sind erdrückend, der Fall scheint klar. Und Sorjonen hat nur noch eine Mission: die Unschuld seiner Tochter zu beweisen.

Sorjonen ist ein brillanter Ermittler, doch Mord und Totschlag verfolgen ihn bis in den Schlaf. Wenigstens ging es bislang um das Schicksal anderer. Damit ist es jetzt vorbei: Seine eigene Tochter wird in einen bizarren Mordfall verwickelt, und alle Spuren weisen in ihre Richtung. Sorjonen sind die Hände gebunden. Schließlich beginnt er zusammen mit seiner Kollegin Lena, einer ehemaligen russischen FSB-Agentin, auf eigene Faust zu ermitteln. Je näher er dem wahren Schuldigen allerdings kommt, desto mehr bringt er sich selbst in Gefahr. Denn der Täter will nur eines: Rache …

Momentan habe ich so richtig Lust einen unterhaltsamen Thriller zu lesen. „Bordertown – Die Abrechnung“ habe ich dazu ins Visier genommen, zumal ich Sorjonen schon im ersten Band „Bordertown – Der Puppenmeister“ (Besprechung im Blog →) mit seiner kauzigen Art, der keine Toten mag und auch mit Lebenden seine Probleme hat, ziemlich unterhaltsam fand. Gut, dass der zweite Band schon hier liegt. Der wird als nächstes gelesen.


Die Nacht ist unser Haus

Jules Grant

Heyne Verlag ⇔, 11.03.2019, 352 Seiten, 978-3453439153

Buchbeschreibung des Verlags: Manchesters Unterwelt ist hart, unnachgiebig und wird seit jeher von Männern dominiert. In dieser feindseligen Umgebung muss Donna einen kühlen Kopf bewahren – für sich und für ihre Gang. Doch als ihre beste Freundin erschossen wird und eine kleine Tochter hinterlässt, steht Donna plötzlich vor der Entscheidung: Was wird sie geben, um Carlas Tod zu sühnen?

So ein bisschen erinnert der Buchinhalt an „Lola“, die Neuerscheinung, die ich weiter oben vorgestellt habe. Auch hier gibt es einen weiblichen Gang-Boss, der sich in der Unterwelt behaupten muss. Nur anstatt Los Angeles ist es hier Manchester, das als Setting dient.
Sollte ich „Lola“ lesen, dann muss ich wohl auch dieses Buch lesen. So zu Vergleichszwecken. Schau ma mal.


Die Spur des Geldes

Peter Beck

Emons Verlag ⇔, 21.03.2019, 432 Seiten, 978-3740804992

In einem Schacht beim Tegeler See wird ein grausam gefolterter Mitarbeiter der Berliner Wasserwerke gefunden. Schnell zeigt sich: Er war in dubiose Bankgeschäfte verwickelt. Tom Winter, wortkarger Sicherheitschef einer Schweizer Privatbank, folgt der Spur des Geldes und hört sich in den Wasserwerkenvon London, München und Zürich um. Der Fall führt ihn bis ins russische Krasnodar und ein gnadenloserWettlauf gegen die Zeit beginnt.

Dieser Thriller ist bereits der dritte Band der „Tom – Winter – Reihe“, für mich wird dieser Band allerdings eine Premiere, da ich noch nichts von Peter Beck gelesen habe. Dabei ist der österreichische Autor laut Wikipedia hier in Kärnten aufgewachsen, bevor es ihn nach Wien verschlagen hat. Von daher: Ich werde der Spur des Geldes folgen und berichten. Liegt schon lesebereit.


Jetzt aber: lesen, lesen, lesen! Euch einen guten Start ins neue Lesemonat! Morgen gehts hier schon weiter mit den April-Neuerscheinungen und dann hoffentlich ganz bald wieder mit neuen Buchbesprechungen. Auf die Plätze, fertig, Lesecouch!

  1. Ich habe „Korrosion“ von Peter Beck gelesen, den zweiten Band mit Tom Winter, also den direkten Vorgänger von „Die Spur des Geldes“. Und dass Band 3 hier schon wartet und ein Loch ins Regal brennt, weil ich es schnellstens lesen will, sagt wohl alles darüber, wie mir Band 2 gefallen hat.
    Ich bin sehr gespannt und habe schon viel Gutes über „Die Spur des Geldes“ gehört.
    LG Gabi

    Antworten

    1. Hallo Gabi,
      dann darf ich mich also auf „Die Spur des Geldes“ sehr freuen. Ist am Wochenende dran, bin schon sehr gespannt! Liebste Grüße, Iris

      Antworten

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