Sehr übersichtlich starte ich in das neue Lesemonat mit nur sechs (!) vorgemerkten Neuerscheinungen. Und das ohne April, April! Kein Scherz!
Ich freue mich wirklich, dass es im April nur wenige Neuerscheinungen gibt, die mich angesprochen haben, da mein Lesestapel ohnehin überquillt, nachdem ich die letzten Wochen pausieren musste. Also ab in den April!


Übersicht:

DatumAutorTitelVerlag
01.04.Brontez PurnellAlabama ↓Albino Verlag
02.04.Ray CelestinTodesblues in Chicago ↓Piper
08.04.William WellsSun Detective ↓Heyne
08.04.Liza CodyBallade einer vergessenen Tochter ↓ariande Verlag
12.04..Ralph EllisonDer unsichtbare Mann ↓Aufbau Verlag
16.04.Chris BrookmyreDein Ende ↓rororo

Alabama

Brontez Purnell: Alabama ©2018 Albino Verlag

Brontez Purnell

Albino Verlag ⇔, 01.04.2019, 220 Seiten, 978-3-86300-275-6

Buchbeschreibung des Verlags: DeShawn genießt sein lustvolles und kreatives Leben als Künstler in San Francisco. Doch als er sich zur Beerdigung seines Onkels auf den Weg in seine Heimat Alabama macht, beginnt er eine Reise in die eigene Vergangenheit: In Rückblicken auf seine Kindheit und Jugend, sein sexuelles Erwachen und seine verflossenen Liebhaber entsteht das Bild eines Erwachsenwerdens, das zwischen energischen Frauen und verunsicherten Jungs, zwischen Südstaaten-Tunten und Westküsten-Punks, zwischen Gottesdienst und Partydrogen oszilliert.

Grotesk! So kommt die Inhaltsbeschreibung bei mir auf den ersten Blick rüber. Ob ich das lesen will bzw. werde, steht noch in den Sternen, aber ich kann mir vorstellen, dass dies eine skurrile Geschichte sein könnte. Mal schauen.


Todesblues in Chicago

Ray Celestin: Todesblues in Chicago ©2019 Piper Verlag

Ray Celestin

Piper Verlag ⇔, 02.04.2019, 592 Seiten, 978-3492061049

Buchbeschreibung des Verlags: Sommer 1928. Aus den Flüsterkneipen dringen neue Jazzklänge, während die Bewohner Chicagos vor Hitze fast wahnsinnig werden. Gleich drei Verbrechen halten die Stadt in Atem: die Entführung einer Fabrikantenerbin, der Gifttod mehrerer Mitglieder der High Society und ein Mord im Rotlichtviertel, dessen Opfer die Augen aus den Höhlen entfernt wurden. Die Pinkerton-Detektive Ida Davis und Michael Talbot ermitteln – und folgen einer gefährlichen Spur, die sie direkt in die Kreise des größten Mafiabosses aller Zeiten führt: Al Capone.

Nach der Erscheinung von „Höllenjazz“ kommt man um den Namen Ray Celestin nicht mehr herum. Da wurde in höchsten Tönen gelobt.
Dem Lob kann ich mich nicht anschließen, Höllenjazz liegt noch immer ungelesen hier. Da aber Band 2 der City-Blues-Reihe nun mit Al Capone ködert, muss ich mir wohl die Zeit nehmen, endlich mit der Reihe anzufangen.


Sun Detective

William Wells

William Wells: Sun Detective ©2019 Heyne Verlag

Heyne Verlag ⇔, 08.04.2019, 352 Seiten, 978-3453439641

Buchbeschreibung des Verlags: Nach kalten Jahren in Chicago hat Ex-Cop Jack Starkey alles hingeschmissen und sich in einem Paradies auf Erden eingerichtet: Fort Myers im Sunshine-State Florida. Starkeys Kneipe „Drunken Parrot“ ist mittlerweile eine Institution. Ansonsten genießt er die Sonne am liebsten auf seinem Hausboot, vor allem, wenn Marisa an Bord kommt, seine schlagfertige kubanische Freundin … So ganz hat er die Dienstmarke allerdings nicht weggeschlossen. Und das ist gut so, denn sein Kumpel Police Chief Hansen ist meist überfordert – vor allem, als eine Mordserie ihren Schatten auf Fort Myers wirft. Zeit für Starkey, wieder Detective zu spielen … Sun Detective!

Liest sich jetzt nicht so, als hätte Wells die Detektivgeschichte neu erfunden. So Ex-Cops, die ihren Job an den Nägel gehängt haben und dann doch wieder schnüffeln, gibt es zu Hauf. Hier wird wohl die Leseprobe entscheiden müssen.


Ballade einer vergessenen Tochter

Liza Cody

Liza Cody: Ballade einer vergessenen Tochter ©2019 Ariadne Verlag

Argument Ariadne Verlag ⇔, 08.04.2019, 380 Seiten, 978-3867542388

Buchbeschreibung des Verlags: London. Deprimiert von verlorenen Träumen hockt Schriftstellerin Amy im Café, als der alte Song im Radio kommt: »See Jesse Tomorrow« von Elly Astoria, deren Mörder nie gefasst wurde. 
In Amy keimt die Idee, sich als Biografin zu versuchen. Sie recherchiert und spricht mit Leuten, die dabei waren, als Ellys Songs die Charts anführten und jeder ein Duett mit ihr wollte. Die Geschichten widersprechen sich. War SisterHood überhaupt eine richtige Band? Sex-Ap­peal hatte nur Sängerin Madeline, der Rest war höchstens begabt. Ihr Agent, dieser windige Ganove, kam frisch aus dem Knast. Und dann der schreckliche Mord …
Aufschlussreiches und Widersprüchliches, Charmantes und Verstörendes fügen sich zu einem Kaleidoskop ohne Gewähr. Oft fehlt die Mitte: Elly selbst scheint seltsam unsicht­bar. Amy kann bloß die Schnipsel nebeneinanderlegen, und die ergeben kein geschmeidiges Ganzes, sondern ein schräges Puzzle mit Widersprüchen, Leerstellen und tiefschwarzen Flecken. Schlaglichter fallen auf Mythos und Realität des Showbiz. Filmische Fragmente, Spekulation und Dokumentation rangeln miteinander. Die Rolle der Ermittlerin wächst Amy ständig über den Kopf … bis sie sich schließlich selbst verändert.

Liza Cody ist so eine Must-Read-Autorin für mich. Besonders mit der Charakterisierung von „Lady Bag“ und der ungewöhnlichen Obdachlosenperspektive konnte sich mich überzeugen. Und natürlich: So eine Autorin muss man immer wieder lesen.


Der unsichtbare Mann

Ralph Ellison: Der unsichtbare Mann ©2019 Aufbau Verlag

Ralph Ellison

Aufbau Verlag ⇔, 12.04.2019, 680 Seiten, 978-3351037802

Buchbeschreibung des Verlags: Ralph Ellison, neben Toni Morrison und James Baldwin eine der großen Stimmen der afroamerikanischen Literatur der Gegenwart, gewann 1953 den National Book Award und wurde mit seinem gefeierten New-York-Roman schlagartig berühmt. Die Geschichte von der Odyssee eines namenlosen Schwarzen, die ihn von ganz oben bis ganz unten durch alle Schichten der amerikanischen Gesellschaft führt, ist eines der Lieblingsbücher von Barack Obama und bleibt hochaktuell: als schonungslose Abrechnung mit den alltäglichen rassistischen Ideologien und als Lob auf das gewachsene Selbstbewusstsein der noch immer um ihre selbstverständlichen Rechte Kämpfenden. 

Rassismus ist ein Lesethema, das ich für wichtig halte und deswegen auch immer wieder zu Büchern greife, die sich damit auseinandersetzen. Die Beschreibung des Verlags ist allerdings miserabel, finde ich: so richtig nichtssagend. Zu wenig zum Inhalt und nur weil dieses Buch Obama gefällt, weiß man als Leser nicht, ob es auch zu einem passt. Also mal abwarten auf die Leseprobe.


Dein Ende

Chris Brookmyre: Dein Ende ©2019 rororo

Chris Brookmyre

Rowohlt Taschenbuch Verlag ⇔, 16.04.2019, 480 Seiten, 978-3499274930

Buchbeschreibung des Verlags:Dein Ende ist grausam, denn du hast es verdient
Diana Jager ist eine erfolgreiche Chirurgin. Messerscharf ist nicht nur ihr Skalpell, sondern auch ihr Verstand. In ihrem Blog deckt sie Missstände im Medizinwesen auf. Das gefällt nicht allen. 
Peter Elphinstone ist ein lebenslustiger Informatiker. Er nimmt das Leben, wie es kommt. Ein halbes Jahr nach der Blitzhochzeit mit Diana verschwindet sein Auto in einem Fluss – und mit ihm Peter.
Jack Parlabane überschreitet als Journalist gern die Grenzen des Erlaubten. Nun soll er den Beweis liefern, dass Diana eine eiskalte Mörderin ist. Dass sie Peters Ende war. Wird Jack nun ihr Ende sein?

Dass Übersetzer durchaus wichtig – sehr wichtig – sind, zeigt sich hier in meinem persönlichen Kaufgrund für dieses Buch: Ich kenne Brookmyre nicht und hätte das Buch aufgrund der Inhaltsbeschreibung jetzt auch nicht auf meine Vormerkliste gesetzt. Aber ich lese gerne Bücher, die von Andrea O’Brien übersetzt worden sind (Fiona, Redemption Point, Dreckiger Schnee, …), weil die übersetzten Texte von ihr absolut unterhaltend und treffend sind. Von daher: wird gelesen.


Irgendwie fein so eine kurze Liste. Sollte ich mir vielleicht auch für das nächste Monat vornehmen, meine Liste zu kürzen, nochmal zu kürzen und nur noch sechs Neuerscheinungen stehen zu lassen.

Guten Start euch ins neue Lesemonat!

  1. Kaum wieder da, sprengst du meine Wunschliste – schäm dich oder so *lach.

    „Todesblues in Chicago“ wird definitiv auf kurz oder lang einziehen, ich fand Band 1 sehr gelungen! „Ballade einer vergessenen Tochter“ klingt schon reizvoll, ebenso „Der unsichtbare Mann“. Bei „Dein Ende“ bin ich zwiegespalten, kann sehr genial sein oder altbekannter Mainstream-Thriller …

    Sende dir eine Umarmung <3

    Antworten

    1. Hallo Janna,
      das gefällt mir! Schön, wenn man mit den Neuerscheinungsbeiträgen neugierig machen kann. Geht mir aber umgekehrt auch immer so, wenn ich in Blogs über solche Posts stolpere. Meine Vormerkliste wächst dann. Und wächst weiter. 🙂
      Hoffe, ich bin bald auch im Blog wieder aktiv. Kaum zu glauben, aber die Bloggerwelt kann man sehr vermissen.
      Danke für deinen Besuch, herzliche Grüße, Iris

      Antworten

  2. Liebe Iris,
    Meine April Liste ist auch überraschend kurz. Bei mir sind es sogar nur 5 Bücher, auf die ich mich so sehr freue. Mit dabei ist der Krimi „Das Verschwinden der Stephanie Mailer“. Ich liebe ja die Bücher von Joel Dicker und bin soooo gespannt auf sein neues Werk. Kennst du die Bücher? Wäre ja vielleicht auch was für dich?
    Von deinen April Büchern kenne ich tatsächlich keins. Ist ja aber vielleicht auch ganz gut. Ich habe ja im Moment nicht sooo viel Lesezeit und meine Wunschliste darf wirklich nicht noch mehr wachsen! ;D
    Liebe Grüße, Julia

    Antworten

    1. Liebe Julia,
      bei Dicker sollte ich wohl mal reinlesen. Ich habe tatsächlich noch keines seiner Bücher gelesen.
      Lesezeit ist bei mir im Moment auch wahnsinnig knapp. Normalerweise lese ich drei bis vier Bücher in der Woche, momentan bin ich schon froh, wenn ich eines schaffe. Das merkt man auch an meinem Gemüt – Entzugserscheinungen :-).
      Wünsche dir viel mehr Lesezeit und tolle Bücher! Herzlichst, Iris

      Antworten

      1. Liebe Iris,
        Ja, also ich kann dir die Dicker Bücher wirklich nur empfehlen.
        Oh ja, dass kann ich mir vorstellen, dass der Leseentzug aufs Gemüt drückt. Dann drücke ich dir auch mal die Daumen, dass zu bald mehr Zeit für Bücher findest. Bei mir ist noch nicht so richtig Besserung in Sicht, weil mich der neue Job doch sehr in Anspruch nimmt und ich auch dafür viel Lesen muss und so. Aber so ganz langsam fange ich an, einen neuen Rhythmus zu finden. Also vielleicht wirkt sich dass dann irgendwann auch wieder auf das Leseverhalten aus.
        LG

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