Der Ex-Elitesoldat Will Jaeger hat den Dschungel überlebt und hofft noch immer, seine entführte Frau und seinen Sohn lebend zu finden. Doch sein Gegner ist nicht nur mächtig, sondern gerissen und verdammt psychopathisch veranlagt: Denn der will das „Vierte Reich“ errichten und forscht an einem tödlichen Virus.
Für Jaeger und sein Team geht es nach Afrika. Tansania. Damit begibt er sich nicht nur in die Höhle der Löwen, sondern in eine Welt mit unsichtbaren Gefahren…

Am Anfang war nicht Licht, …

… sondern Folter. Das sollte der Ex-Elitesoldat Will Jaeger aber eh schon gewöhnt sein, denn auch im ersten Band „Ghost Flight“ (zur Rezension im Blog →) musste er sich erst foltern lassen, bevor er sich in den Dschungel aufmachen durfte. Auch der zweite Band „Burning Angels“ beginnt erst mal in so richtiger Elite-Soldaten-Foltermanier. Aber immerhin ohne Waterboarding. Grylls scheint einem bewährten Muster zu folgen. Schauen wir weiter.
Was hatten wir im ersten Band noch? Flugzeugwrack aus dem Zweiten Weltkrieg?
Yep! Auch im zweiten Band gibt es ein Flugzeugwrack aus dem Zweiten Weltkrieg zu bewundern. Eine BV222, die Jaeger allerdings nicht im Dschungel findet, sondern in einer Höhle. Richtig. Das 46 Meter breite sechsmotorige Transportflugzeug ist richtig gut versteckt: in der Nähe des Lake Katavi, Tansania. Genau dorthin macht sich Jaeger und sein Team nämlich auf, um die Welt zu retten: Tansania, Afrika.

Action, Action, Action!

Löwen, Leoparden, Elefanten, Büffel, Nilpferde und Hyänen. Die alle gehören zu Afrika wie die Sonne oder die riesigen Affenbrotbäume. Oder der Geruch nach verdorrter Erde. Genau dorthin schickt der britische Ex-Elitesoldat, Survivalspezialist und Autor Bear Grylls seine Hauptfigur Will Jaeger im zweiten Band. Afrika, ein Land voller Geheimnisse. Und nun voll böser Ideen.
Ungewöhnlich ist Jaegers Entdeckung in einer der Höhlen: ein Kriegsflugzeug aus der Nazi-Zeit versteckt sich darin. Erstaunlich gut erhalten. Und schwer bewacht. Wie kommt so eine 45 Meter breite BV222 in eine afrikanische Höhle?
Natürlich gelangt Jaegers-Team auf ungewöhnliche Weise nach Tansania, so in Abenteuermanier, mit Kletterausrüstung und bewaffneten Empfang.
Action kommt nämlich wirklich nicht zu kurz, sie wird nur durch zahlreiche Ausführungen zum Flugzeugwrack, den Waffen, aber auch Erläuterungen zu afrikanischen Problemen wie das der Wilderer unterbrochen. Ansonsten geht es – beng-beng – so richtig kämpferisch um Leben und Tod. Und das lässt sich rasant lesen, weil auch die Hintergründe interessant sind und sich Action und Informationen abwechseln.

Thriller nach bewährtem Muster

Bear Grylls unterhält. Und informiert auf unterhaltsame Weise. Es macht Spaß, einzelne Aspekte und Hintergründe nachzurecherchieren, wovon die meisten einen wahren Ursprung haben.
Allerdings erkennt man schon beim zweiten Band, dass Grylls nach bewährten Muster seine Geschichten erfindet. Denen folgt er strikt und man kann nur hoffen, dass er im nächsten Band davon abweichen wird. Denn so Storys nach Musterplots sind mit der Zeit langweilig. Actiongeladener Thriller mit Nazi-Hintergrund!


Bear Grylls: Burning Angels ©2019 HarperCollins

Bibliografische Angaben:

Bear Grylls: Burning Angels – Jagd durch die Wildnis
Band 2 der Will-Jaeger-Reihe
HarperCollins ⇔, 2019
Aus dem Englischen von Marco Mewes
978-3959672856
480 Seiten

  1. Nun bin ich verwirrt. Ich dachte, Bear Grylls wäre ein Survival-Dokumentarfilmer, der sich durch die Wildnis schlägt und sich dabei filmen lässt. Dass er auch Thriller schreibt, war mir bis gerade eben völlig neu!
    Und das scheint er ja nicht ganz schlecht zu machen. Es klingt so, als habe er seine Survival-Kenntnisse da massig einfließen lassen. Doch das ist nichts Schlechtes, denn wenn er das eine oder andere zum Thema Klettern und Kämpfen schon selbst ausprobiert hat, bleibt es wenigstens realistisch und machbar.
    Ich drücke die Daumen, dass er sich mit dem nächsten Band ein bisschen mehr traut und die Leser überrascht.

    LG Gabi

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    1. Genau, das ist der! Ich habe kurz in eine seiner Dokumentationen geschaut – so ähnlich geht es auch in seinen Büchern zu ;-). Viel Action, viele Waffen, viel Bewegung, viele ungewöhnliche (gefährliche) Orte in der freien Natur (Wildbahn), dazu ein Thrillergerüst, das die Nazi-Zeit berührt. So mal ganz in Kürze umrissen.
      LG Iris

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