Momentan läuft hier leider nix mit bloggen. Mein MacBookPro, das von der Akkuproduktrückrufaktion betroffen ist, ist noch immer beim Apple-Support und die Kombination iPad + Gutenberg ist nix für mich, wie ich festgestellt habe.
Deswegen brauchten auch die neuen Schurken etwas länger, aber hier sind sie: die vorgemerkten Bücher für den September.

DatumAutorTitelVerlag
02.09.Joseph KnoxSmiling Man ↓Knaur Verlag
02.09.Thorsten KirvesDer Aussteiger ↓DroemerKnaur
09.09.Qiufan ChenDie Siliziuminsel ↓Heyne Verlag
16.09.Kate HelmDie Gezeichneten ↓Goldmann Verlag
16.09.Lisa McInerneyBlutwunder ↓Liebeskind Verlag
17.09.Harry BinghamFiona: Das tiefste Grab ↓rororo
23.09.Luca D’AndreaDer Wanderer ↓Penguin Verlag
23.09.Lucas Fassnacht#KillTheRich ↓Blanvalet Verlag
30.09.Mikey WalshJungen weinen nicht ↓Bastei Lübbe

Smiling Man. Das Lächeln des Todes

Joseph Knox: Smiling Man ©2019 Knaur Verlag

Joseph Knox
Knaur Verlag ⇒, 02.09.2019, 978-3426522417, 448 Seiten, Band 2 der Aidan-Waits-Reihe

Buchbeschreibung des Verlags:
Ein anonymer Mann in einem verlassenen Hotel mitten in Manchester. Er lächelt. Und er ist tot. 
Detective Aidan Waits, der resigniert und ohne Zukunftsperspektive die Nachtschicht schiebt, sieht sich mit einem nahezu unlösbaren Fall konfrontiert. Die Identifizierung des Toten ist äußerst schwierig, denn seine Zähne wurden allesamt herausgebrochen und ersetzt und seine Fingerkuppen wurden chirurgisch verändert. Wer ist der lächelnde Tote, was wollte er in dem alten Hotel und wie ist er gestorben? 
Während Aidan Waits versucht, mehr über die Herkunft des Unbekannten in Erfahrung zu bringen, muss er feststellen, dass seine eigene Vergangenheit ihn einzuholen droht. Und manche Menschen daraus sind ziemlich tödlich … 

Alles andere als great zeigte sich Großbritannien im ersten Band „Dreckiger Schnee“ (Rezension im Blog →) und überzeugte mich mit dreckigem Setting und ziemlich schmutzigen Figuren. Wait selbst ist nämlich keiner, der eine weiße Weste trägt. Das machte Lesespaß und ganz klar, dass ich den zweiten Band schon hier liegen habe. Denn ja, so etwas will gelesen werden, zumal die Übersetzungen von Andrea O’Brien eine zusätzliche Sahnehaube versprechen. Wird also gelesen!


Der Aussteiger

Thorsten Kirves: Der Aussteiger ©2019 DroemerKnaur

Thorsten Kirves
Droemer Taschenbuch ⇒, 02.09.2019, 978-3426306888, 448 Seiten

Buchbeschreibung des Verlags:
Der Hamburger Kommissar Tom Simon – gerade unfreiwillig im Netz zum boxenden Superbullen des Monats gekürt – steht neuerdings auf der Beobachtungsliste eines Zielfahnders. Der Grund: Sein Zwillingsbruder Marco – gesucht wegen Mordverdachts! 
Dann wird Tom zusammen mit seiner Kollegin Mira zu einem Tatort gerufen. Der Unternehmens- und Politikberater Lars Lutteroth wurde tot aufgefunden; eine gelöschte Datei auf dem Rechner des Opfers führt sie auf die Spur eines millionenschweren Pharma-Skandals und auf den Biohof von Lutteroths entfremdeten Bruder. Doch das ist nicht Toms einzige Sorge, denn eines Tages taucht plötzlich sein von der Polizei gesuchter Bruder bei ihm auf … 

Thorsten Kirves sagt mir erst einmal nix. Aber die Infos, die man zu diesem Autor findet, machen neugierig. So soll er eine Leidenschaft für düstere Gangster-Stories haben, und das macht ja schon mal neugierig. Jetzt ist die Idee mit einem Zwilling nicht wirklich neu, dafür finde ich den Hintergrund des Opfers wiederum interessant. Zumindest werde ich mal reinlesen.


Die Siliziuminsel

Qiufan Chen: Die Siliziuminsel ©2019 Heyne Verlag

Qiufan Chen
Heyne Verlag ⇒, 09.09.2019, 978-3453319226, 480 Seiten

Buchbeschreibung des Verlags:
Auf der Siliziuminsel im Südwesten Chinas wird der Elektronikschrott der ganzen Welt recycelt. Inmitten von giftigen Dämpfen und verseuchter Hardware suchen die Müllmenschen nach Verwertbarem. Als eines Tages eine amerikanische Firma die Siliziuminsel modernisieren will, wird das labile Gleichgewicht zwischen den chinesischen Behörden, mächtigen Mafiaclans und internationaler Machtpolitik gestört. Arme und Reiche, Chinesen und Ausländer finden sich in einem Krieg um die letzte Ressource der nahen Zukunft wieder – den Menschen. 

Was für ein aktuelles Thema! Obwohl man bedenken muss, dass dieser Debütroman bereits 2013 auf chinesisch erschienen ist. Immer wieder stolpert man über Berichte dieser Hardwaremüllmenschen, die inmittten des (giftigen) Elektroschrotts zu überleben versuchen. Ja, schon alleine vom Thema her muss ich das lesen. Must-Read!


Die Gezeichneten

Kate Helm: Die Gezeichneten ©2019 Goldmann Verlag

Kate Helm
Goldmann Verlag ⇒, 16.09.2019, 978-3442489114, 528 Seiten

Buchbeschreibung des Verlags:
Georgia hat eine ungewöhnliche Fähigkeit: Sie kann in den Menschen das Böse erkennen und dies als Gerichtszeichnerin in ihren Skizzen hervorheben. Bei unzähligen Verhandlungen hat sie so mithilfe ihrer Zeichnungen die Jury und Richter – und damit den Ausgang des Verfahrens – beeinflusst. Doch dann holt sie ein Fall aus ihrer Vergangenheit ein, und Georgias untrügliches Gespür für das Böse gerät ins Wanken. Hat sie damals den Tätern geholfen, ungeschoren davonzukommen? Die Suche nach der Wahrheit führt sie bis in ihre Kindheit zurück und befördert schreckliche, lang verdrängte Erinnerungen zutage … 

Auch hier ist es das Thema, das mich reizt. Manipulation. Tagtäglich werden wir alle manipuliert und beeinflusst. Umgeben von Werbung, von versteckten Marketingmaßnahmen. Dass man mit Manipulation selbst Jury und Richter beeinflussen kann, finde ich thematisch interessant. Und wichtig. Also noch ein Buch, dass ich ins Visier nehmen muss.


Blutwunder

Lisa McInerney: Blutwunder ©2019 Liebeskind Verlag

Lisa McInerney
Liebeskind ⇒, 16.09.2019, 978-3954381104, 336 Seiten

Buchbeschreibung des Verlags:
Ryan Cusack hat schon eine beachtliche Karriere als Dealer hingelegt. Dabei weiß er wie alle Zwanzigjährigen noch gar nicht genau, was eigentlich sein Ding ist. Kein guter Zeitpunkt also, dass seine Freundin Karine ihm den Laufpass gibt, weil er sein Leben nicht auf die Reihe kriegt. Und kein guter Zeitpunkt, dass sein Boss ihn in eine Sache verwickelt, die leicht aus dem Ruder laufen kann. Dan Kane will die Stadt mit hochwertigem Ecstasy überschwemmen, das er aus Italien bezieht. Sich mit der neapolitanischen Camorra einzulassen, ist natürlich immer heikel, selbst wenn die Jungs zunächst auf deiner Seite stehen. Und dann gibt es ja noch Jimmy Phelan, der das organisierte Verbrechen der Stadt kontrolliert, vor allem die Drogengeschäfte. Der sieht es überhaupt nicht gern, wenn man ein Stück von seinem Kuchen nimmt, ohne vorher zu fragen. Es kann also sein, dass Ryan Cusacks beachtliche Karriere bald schon einen empfindlichen Dämpfer bekommt. Erst recht, als die erste Lieferung mit den italienischen Wunderpillen verloren geht …

Eine Dealergeschichte passt ja perfekt in einen Blog für Schurken. Ryan Cusack scheint schon von der Buchbeschreibung her ein ziemlicher Versager zu sein. Denn wer lässt sich schon mit der Camorra ein?
Lisa McInerney hat schon mit „Glorreiche Ketzereien“ (Liebeskind, 2018) so manchen Leser überzeugt. Ich war damals von dem Roman etwas zwiegespalten, von daher erwarte ich gespannt den neuen Roman der irischen Autorin, denn noch ist alles offen. Wird gelesen.


Fiona: Das tiefste Grab

Harry Bingham: Fiona - Das tiefste Grab ©2019 rororo

Harry Bingham
rororo Verlag ⇒, 17.09.2019, 978-3499275098, 576 Seiten, Band 6 der Fiona-Griffiths-Reihe

Buchbeschreibung des Verlags:
Endlich wieder eine interessante Leiche für Fiona Griffiths: eine Archäologin. Enthauptet. In der Brust drei Speere. Wen hat die angesehene Gelehrte sich zum tödlichen Feind gemacht? Ein weiterer Forscher muss sterben, im Nationalmuseum von Cardiff kommt es zu einer Geiselnahme. Alle Fälle verweisen auf eine mythische Figur: König Artus. Und auf dessen sagenhaftes Schwert Excalibur. Ein derartiger Fund wäre zig Millionen wert. Auf einmal wird das Schwert im Darknet angeboten – gleich in doppelter Ausführung. Wer treibt hier mit wem sein Spiel? Und wie viele Menschen müssen noch sterben?

Die Fiona-Reihe wurde mir jetzt schon oft angetragen. Wirklich oft. Ständig, um genau zu sein. Trotzdem habe ich bisher noch keinen der Bände gelesen, irgendwie können mich die Buchbeschreibungen schon nicht fesseln. Obwohl diese hier klingt schon eher interessant, nicht zuletzt wegen dem Darknet. Naja, vielleicht werde ich doch mal reinlesen. Mal schauen.


Der Wanderer

Luca D'Andrea: Der Wanderer ©2019 Penguin Verlag

Luca D’Andrea
Penguin Verlag ⇒, 23.09.2019, 978-3328600251, 384 Seiten

Buchbeschreibung des Verlags:
Mit Entsetzen blickt Sibylle auf das Foto ihrer toten Mutter. Es kam in einem Brief ohne Absender. Zwanzig Jahre ist es her, dass man die Leiche der »narrischen Erika«, die aus Tarotkarten die Zukunft las, an einem abgelegenen Bergsee gefunden hat. In Kreuzwirt waren sich alle einig: Selbstmord. Aber das Foto weckt Sibylles Zweifel. Was war damals wirklich geschehen? Zusammen mit dem Schriftsteller Tony, der als junger Lokaljournalist über den Leichenfund berichtet hatte, macht sich Sibylle auf die Suche nach der Wahrheit. Dabei stoßen sie auf ein dunkles Geflecht aus Lügen, Eifersucht und Verrat, Drogen, Okkultismus und Wahnsinn – und stellen mit Entsetzen fest, dass Erika nicht das einzige Opfer war. Auch sie selbst schweben bald in Lebensgefahr…

Luca D’Andrea’s Thriller eigenen sich immer für zwischendurch. Wenn man mal abschalten will, wenn man eine Mischung zwischen Regio und lockeren Thrill sucht, tja, dann sind die Thriller des italienischen Autors wirklich empfehlenswert. Und da bei mir die nächsten Monate sehr arbeitsintensiv sind, werde ich auf alle Fälle den Wanderer für ein „Abschaltwochenende“ bereithalten. Wird gelesen!


#KillTheRich – Wer Neid sät, wird Hass ernten

Lucas Fassnacht: #KilltheRich ©2019 Blanvalet Verlag

Lucas Fassnacht
Blanvalet Verlag ⇒, 23.09.2019, 978-3764506759, 688 Seiten

Buchbeschreibung des Verlags:
Was, wenn unsere Welt vor einem globalen Bürgerkrieg steht – den nur zwei Personen verhindern können?

Ein achtloser Online-Post stürzt die ganze Welt ins Chaos: Die Armen erheben sich gegen die Reichen, der Zorn derer, die nichts haben, lodert hoch. Nur Tage später kommt es überall zu Unruhen, Demonstrationen und Anschlägen. Straßenschlachten und Polizeigewalt bestimmen das tägliche Leben – alles dokumentiert unter dem Hashtag KillTheRich. Und das ist erst der Anfang! Es gibt nur zwei Personen, die den globalen Bürgerkrieg noch verhindern können: die mutige niederländische Diplomatin Conrada van Pauli und der alternde indische Starjournalist Bimal Kapoor. Während Conrada nach Brasilien reist, um sich ein Bild der Lage zu machen, verfolgt Bimal eine Spur, die nach Frankreich führt. Doch beide haben sich mächtige Feinde gemacht, die vor nichts zurückschrecken werden … 

Sieht man sich die Arm-Reich-Schere in der realen Welt einmal an, dann klingt dieses Bürgerkriegsszenario gar nicht so weit entfernt. Auch wenn wir in einem Land leben, in dem es uns gut geht, sieht man besonders in unserem Nachbarland Deutschland (das ich übrigens in meiner Kindheit als reiches Land erlebte), dass dort Rentner mittlerweile Flaschen sammeln müssen, um über die Runden zu kommen. So schnell kann Armut Wellen schlagen! Und ja, das verstehe ich auch als arm.
Noch schlimmer sieht es in Ländern aus, die von uns allen ausgebeutet werden. Ich finde, dieses Thema geht uns alle an – und wird deswegen auch gelesen. Ich hoffe nur, die 688 Seiten werden wirklich gebraucht und es wurde nicht an Kürzungen gespart. Denn bei so vielen Seiten für einen Roman habe ich immer Bedenken, dass sich einige Stellen ziehen. Also: Ab auf die Leseliste damit!


Jungen weinen nicht: Meine Kindheit bei den Roma

Mikey Walsh: Jungen weinen nicht ©2019 Bastei Lübbe

Mikey Walsh
Bastei Lübbe ⇒, 30.09.2019, 978-3404611492, 320 Seiten

Buchbeschreibung des Verlags:
„Bist du bereit, Mikey?“, fragt ihn sein Vater, bevor er ihn mit erbarmungslosen Schlägen traktiert. Der Box-Champion einer archaischen Roma-Community will, dass sein Sohn ein genauso harter und gnadenloser Mann wird wie er, doch der sensible, nachdenkliche Junge entspricht so gar nicht seinen Erwartungen. Jahrelang wird Mikey von seinem Vater deswegen gequält und gedemütigt, sein Onkel tut ihm Unaussprechliches an und in der verschworenen Roma-Gemeinschaft findet er niemandem, dem er sich anvertrauen kann. Als er sich schließlich in einen Mann verliebt, wird ihm klar, dass sein Leben in Gefahr ist, denn eine schwule Liebe würde sein Vater niemals akzeptieren …

In Europa gibt es wohl keine andere Minderheit, die derart vorverurteilt und diskriminiert wird wie die Roma. Ich weiß nicht, wie viele Dokus ich schon über das Leben als Roma gesehen habe, wie viele Bücher ich über dieses Volk gelesen habe, es ist immer wieder erschreckend, sich mit dem Thema „Roma“ zu befassen. Warum? Weil das Leben als Roma immer extrem hart dargestellt wird und auch ist. So etwas ist emotional kaum nachzuvollziehen. Deswegen greife ich am liebsten auf authentische Romane zurück – wie in diesem Fall – auf „Jungen weinen nicht“ von Mikey Walsh, der selbst aus einer Roma-Familie stammt. Dieses Buch ist auf alle Fälle im Visier.


Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass mein MacBook bald wieder zurück auf dem Schreibtisch ist. Zumindest kann ich dann testen, ob ich Bücher auch noch nach Wochen besprechen kann.

Euch einen schönen September mit viel Zeit zum Lesen! Bis bald!

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