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Neue Schurken im Februar

Neue Schurken im Februar

Neuerscheinungen Krimi/ Thriller Februar 2020
Neuerscheinungen Krimi/ Thriller Februar 2020

Und schon ist Februar. So schnell geht das. Ein paar Bücher habe ich schon gelesen und die Besprechungen erscheinen in den nächsten Tagen, somit kann auch ich endlich das neue Lesejahr einläuten. Aber zuerst gibt es einen Blick auf meine auserwählten Neuerscheinungen im Februar:

DatumAutorBuchtitelVerlag
01.02.Katherine FawYoung God ↓Polar
03.02.Niko TackianDunkle Wut ↓Piper
13.02.Tom HillenbrandQube ↓KiWi
17.02.Jorge Zepeda PattersonDie Korrupten ↓Elster
17.02.Andrew CartmelKiller Rock ↓Suhrkamp
17.02.Mercedes RosendeFalsche Ursula ↓Unionsverlag
19.02.Wallace StrobyZum Greifen nah ↓Pendragon
21.02.Kayla OlsonSandcastle Empire ↓dtv
21.02.Linus GeschkeFinsterthal ↓dtv
21.02.Lesley KaraDas Gerücht ↓dtv
21.02.Patrick QentinMord im Irrenhaus ↓Atrium
22.02.Pascal EngmanFeuerland ↓Tropen
24.02.Sunil MannDer Schwur ↓grafit
28.02.Tommie GoerzMeier ↓ars vivendi

Young God

Katherine Faw, Februar 2020, Polar Verlag, 200 Seiten, ISBN: 978-3945133958

Nikki ist die zielstrebigste junge Frau in den Hügeln von North Carolina. Dazu entschlossen, dass keine Versager und Ausgeflippte ihre Zukunft bestimmen. Zielgerichtet alles zu verwenden, was sie in ihre Hände bekommt, um die Welt nach ihren Vorstellungen zu gestallten. Resolut darin, die Dominanz ihrer Familie im lokalen Drogenhandel zu bewahren. Nikki ist dreizehn Jahre alt. Nikki mag jung sein aber sie lernt schnell. Und bald lernt sie genau, wie sie ihre Stärken über die Menschen um sie herum ausüben kann. 
Während der Freund ihrer Mutter ihr nachstellt, fällt diese von einer Klippe und stirbt. Dies schleudert Nikki aus den unglücklichen Gewissheiten des Lebens in einem Heim in die brutalen Unsicherheiten von etwas weit Schlimmeren. Sie hängt eine Weile mit dem Freund ihrer Mutter ab, bevor sie sein Auto und eine Tasche voller Pillen klaut. Nikki fährt die Hügel der Appalachen hinauf zu ihrem Vater, der kürzlich aus dem Gefängnis entlassen wurde. Dieser ist nur noch der Schatten früherer Tage. Nikki ist verzweifelt und unternimmt alles, um seine Liebe zu verdienen.

Aus dem Polar Verlag kaufe ich inzwischen sämtliche Neuerscheinungen. Die Romane aus diesem Verlag sind durchwegs düster, noir, trostlos, zeigen Welten, in denen es keinen Ausblick auf Besserung oder Hoffnung gibt. Auch bei Young God klingt alles danach, als wäre Nikki aufgrund ihrer Geburt gefangen in einer solchen trostlosen Welt. Wird auf alle Fälle gelesen!

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Dunkle Wut

Niko Tackian, 03.02.2020, Piper Taschenbuch, 256 Seiten, ISBN: 978-3492314664, Band 2 der Tomar-Khan-Reihe

Im Keller eines Wohnblocks der Pariser Banlieues wird eine grausam zugerichtete Leiche gefunden. Kurz darauf gibt es einen zweiten Toten, wieder wurde das Opfer brutal misshandelt. Die Gerüchte sprechen von einem unaufhaltbaren, gesichtslosen Mörder. Kommissar Tomar Khan ermittelt unter Hochdruck. Doch je tiefer er sich in den Fall einarbeitet, desto mehr Sympathie entwickelt er für den Täter, da die Getöteten selbst alles andere als rechtschaffene Menschen waren. Aber Tomar darf sich keinen Fehler erlauben, in der Mordkommission steht er unter Beobachtung. Ein interner Ermittler droht, hinter sein dunkles Geheimnis zu kommen. Denn Tomar hat selbst einige Leichen im Keller … 

Okay, die Buchbeschreibung klingt jetzt ziemlich belanglos, ziemlich altgebacken. Allerdings wird der Thrillerheld als hardboiled angepriesen und Khan hat schon im ersten Band „Böser Engel“ ziemlich gute Kritiken erhalten, also so ein (Anti?)Held mit Ecken und Kanten. Von daher wird auf alle Fälle reingelesen.

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Qube

Tom Hillenbrand, 13.02.2020, KiWi Taschenbuch, 560 Seiten, ISBN: 978-3462054408, Band 2 aus der Welt der Hologrammatica

London, 2091: Investigativjournalist Calvary Doyle wird auf offener Straße niedergeschossen. Zuvor hatte der Reporter zum Thema Künstliche Intelligenz recherchiert. Die auf KI-Gefahrenabwehr spezialisierte UNO-Agentin Fran Bittner beginnt, in dem Fall zu ermitteln. Bald stellt sich heraus, dass der Journalist anscheinend neue, beunruhigende Informationen über den berüchtigten Turing-Zwischenfall besaß, bei dem die Menschheit die Kontrolle über eine wildgewordene KI verlor. Die KI befand sich seinerzeit in einem Quantencomputer, einem sogenannten Qube. Gibt es womöglich noch einen solchen Würfel, mit einer weiteren digitalen Superintelligenz darin? Und kann Fran Bittner den zweiten Qube finden, bevor jemand auf die Idee kommt, ihn zu aktivieren? Erzählt mit einer Sogkraft, der man sich nicht entziehen kann – ein großartiger Thriller über die Zukunft, die wir uns nicht mehr aussuchen können.

Von Tom Hillenbrand habe ich bisher nur „Drohnenland“ gelesen, aber die Hologrammatica-Reihe reizt schon wegen dem KI-Thema, von daher ist die Reihe ganz oben auf meiner „Möchte-ich-lesen“-Liste. Denn wer weiß, was auf uns in Wirklichkeit in den nächsten Jahrzehnten zukommt? Eine Reihe, die einen Blick in eine mögliche Zukunft wirft? Wird auf alle Fälle gelesen.

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Die Korrupten

Jorge Zepeda Patterson, 17.02.2020, Elster Verlag, 520 Seiten, ISBN: 978-3906903156

Mexiko-City. Zu eilig schreibt der Journalist Tomás Arizmendi seine Kolumne über den barbarischen Mord an der Schauspielerin Dosantos nieder, einer Geliebten des gefürchteten Innenministers Salazar und Spionin des Sinaloa-Kartells. Als Tomás dabei ein brisantes Detail erwähnt, das ihm zugespielt worden war, sind die Konsequenzen kaum absehbar. Das Leak ist nicht nur politisch brisant. Bald wird klar, dass Tomás manipuliert wurde und er den Mörder finden muss, um das eigene Leben zu retten. Eine Gruppe alter Jugendfreunde, die »Blauen« genannt, kommt ihm zu Hilfe: der Sicherheitsberater Jaime, Mario, ein Universitätsprofessor, und Amelia, die Vorsitzende der Linkspartei. 
Während die »Blauen« mit vereinten Kräften versuchen, Tomás aus der Schusslinie des Innenministers zu nehmen und die Hintergründe des mysteriösen Mordes aufzuklären, kommen sie unverhofft einem langjährigen politischen Skandal auf die Schliche, den sie für ihre eigenen Überzeugungen ausnutzen wollen. Doch ein mächtiges Drogenkartell auf der einen Seite und korrupte, machtbesessene Politiker auf der anderen drohen den riskanten Plan zu vereiteln. 

Ein „authentisches Portrait Mexikos und der dramatischen Situation für Journalistinnen und Journalisten in seinem Heimatland“ soll der Publizist Jorge Zepeda Patterson uns mit diesem Buch liefern. Von daher reizt es schon vom Thema und den Hintergründen her.
2019 hat Patterson mit „Milena oder der schönste Oberschenkelknochen der Welt“ die Leser in die Welt der russisch-ukrainischen Mafia geführt … von den Themen her ist es also ein Autor, den wir im Visier halten sollten.

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Killer Rock

Andrew Cartmel, 17.02.2020, Suhrkamp Verlag, 442 Seiten, ISBN: 978-3518469712, Herausgegeben von Thomas Wörtche

Valerian war eine britische Rock-Ikone der 1960er Jahre, die Leadsängerin der gleichnamigen Band Valerian. Sie hatte sich damals unter tragischen Umständen das Leben genommen, ihr Kind war verschwunden, entführt und getötet, wie viele Leute mutmaßen. 
Und jetzt steht plötzlich ein mysteriöser Klient, »the Colonel«, auf der Matte und beauftragt den Vinyl-Detective, das Kind zu finden. Eigentlich nicht sein Job, aber im Hintergrund gibt es eine wertvolle LP als Lockmittel.
Zusammen mit seiner Crew – seiner Freundin Nevada, Kumpel Tinkler und der unwahrscheinlichen Taxifahrerin Clean Head – macht er sich an die Arbeit und gräbt sich tief in die Popgeschichte der Sixties, trifft einen Ex-Gitarristen von Frank Zappa und andere wunderliche Menschen aus der großen Ära des Rocks.
Drogen sind natürlich auch im Spiel, damals wie heute. Das macht die Sache entschieden ungemütlich. Hinzu kommt, dass an dem Schicksal des verschwundenen Kindes nicht nur nette Menschen interessiert sind …

Den „Vinyl-Detective“ kennt ihr vielleicht schon von „Murder Swing“ (2019). Besonders bei den Bloggern ist der erste Band sehr gut angekommen. Oder für die Netflix-Zuschauer ist Andrew Cartmel wohl eher als Drehbuchautor von „Doctor Who“ bekannt, also kein Unbekannter. Auch schrieb er gemeinsam mit Ben Aaronovitch den dritten Band von „Die Flüsse von London“.
Aber für mich ist Andrew Cartmel ein unbeschriebenes Blatt, ein leerer Raum im Buchregal, den ich vielleicht füllen sollte. Mal schauen, ob „Killer Rock“ diese Leere ausgleichen wird.

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Falsche Ursula

Mercedes Rosende, 17.02.2020, Unionsverlag, 208 Seiten, ISBN: 978-3293005594, Übersetzt von Peter Kultzen

Ursula ist unzufrieden. Zu hässlich, zu hungrig, zu allein – ihr Leben läuft überhaupt nicht so, wie sie es gern hätte. Die Schwester ist schöner, die Nachbarin glücklicher, und wer hält schon eine ewige Gemüsesuppen-Diät durch?
Da kommt ihr der mysteriöse Erpresseranruf eigentlich ganz gelegen: Man habe ihren Ehemann entführt, eine Million Lösegeld. Nur: Ursula hat gar keinen Ehemann. Doch ihr unstillbarer Hunger auf das Leben der anderen verbietet ihr, die Verwechslung aufzudecken. Sie entdeckt ihr kriminalistisches Talent, das sie in ein abstrus herrliches Abenteuer führt.

Wenn aus Langeweile, Eintönigkeit und Unzufriedenheit Abenteuer wird … danach klingt die Buchbeschreibung. Hier macht vor allem Ursula neugierig, denn sie klingt nach Antiheldentum und einer Figur, die man wohl nicht an jeder Ecke findet. Ich bin neugierig.

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Zum Greifen nah

Wallace Stroby, 19.02.2020, Pendragon Verlag, 312 Seiten, ISBN: 978-3865326744, Sara Cross Krimi

Als die junge Polizistin Sara Cross mitten in der Nacht zu einem abgelegenen Highway gerufen wird, erfährt sie, dass ihr Kollege und Ex-Freund Billy einen Mann erschossen hat. Er behauptet, der Mann habe während einer Verkehrskontrolle plötzlich eine Waffe gezogen. Sara will ihm glauben, dass es Notwehr war, doch es bleiben Zweifel. 
Als die Witwe des Toten Druck macht und sich auch noch der Berufskiller Morgan an ihre Fersen heftet, verstrickt sich Sara immer tiefer in den Fall. Um sich und ihren Sohn zu beschützen, muss sie die Wahrheit herausfinden – um jeden Preis.

Nach Crissa Stone kommt Sara Cross. Die gleichen vertauschten Initialen im Namen, witzig. Witzig waren ja auch die Bände mit Crissa Stone irgendwie. Cross wirkt jetzt auf den ersten Blick etwas trockener, vielleicht sogar härter, auf alle Fälle bin ich neugierig, ob Cross gaaaanz anders zu lesen ist als Crissa oder eine Crissa-Fortsetzung mit Cross-Charakter ist. Auf alle Fälle: wird gelesen!

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Sandcastle Empire

Kayla Olson, 21.02.2020, dtv Verlag, 448 Seiten, ISBN: 978-3423762755

Wie überlebst du, wenn alle Hoffnung verloren ist?

Vor dem Krieg war Edens Leben einfach. Es gab Air-Conditioning, Eiscreme und lange Tage am Strand. Dann kam der Umsturz und alles änderte sich. Jetzt herrschen ›Die Wölfe‹ und kontrollieren sämtliche Ressourcen. Sie töteten Edens Familie und ihre Freunde, zerstörten ihr Zuhause und internierten sie in einem Gefangenenlager. Aber Eden weigert sich aufzugeben. Sie kennt die Koordinaten des einzigen neutralen Ortes der Erde, einer Insel namens ›Refugium‹ und sie setzt alles daran, dieses Paradies zu erreichen. Doch auch auf der Insel lauern Gefahren. Gefahren, die tödlicher sein könnten als die Welt, die Eden hinter sich gelassen hat.

Eine Welt am Ende. So klingt die Buchbeschreibung auf dem ersten Blick. Ein ständiger Überlebenskampf, der durch die Hoffnung genährt wird. Klingt düster, dystopisch und macht von daher Schurkenleser neugierig. Mal sehen, was die Leseprobe hergibt. Auf alle Fälle bin ich neugierig.

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Finsterthal

Linus Geschke, 21.02.2020, dtv Verlag, 368 Seiten, ISBN: 978-3423262514, Band 2 der Alexander-Born-Reihe

Junge Frauen werden entführt – und trotz der Zahlung des Lösegelds ermordet. Ein Racheakt an ihren Vätern, die mit illegalen Geschäften ein Vermögen gemacht haben? Ein Jahr nach ›Tannenstein‹ tritt der kriminell gewordene Ex-Polizist Alexander Born wieder auf den Plan. Gemeinsam mit seiner ehemaligen Kollegin Carla Diaz will er den Mann, der sich »Der Dunkle« nennt, zur Strecke bringen. Doch in dem Spiel aus Lüge und Verrat ist nichts, wie es scheint. Und irgendwann muss Born erkennen: Er hätte das Tor zur Hölle besser nie geöffnet.

Ein Thriller für zwischendurch? So ein Spannungsroman zum Schnelllesen? Zumindest klingt es danach und für zwischendurch brauche ich solche Bücher zum Abschalten. Von daher ist dieser mal anvisiert.

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Das Gerücht

Lesley Kara, 21.02.2020, 400 Seiten, ISBN: 978-3423262422, Übersetzt von Britta Mümmler

Joanna zieht mit ihrem Sohn Alfie von London in eine Kleinstadt am Meer. Zunächst ist es die pure Idylle – dann hört sie, dass die Kindermörderin Sally McGowan, die als Zehnjährige einen Spielkameraden umbrachte, unter anderem Namen in der Stadt leben soll. Vor Jahrzehnten machte der Fall Schlagzeilen, inzwischen ist Sally längst aus dem Gefängnis entlassen worden. Unbedacht erzählt Joanna anderen Müttern von dem Gerücht und ihrem Verdacht, wer die Mörderin von damals sein könnte. Sie ahnt nicht, was für eine verheerende Spirale von Ereignissen sie damit in Gang setzt. Und wie sehr sie selbst in diese Geschichte verstrickt ist.

Das hört sich nach Selbstjustiz und Hetzjagd an, Themen, die viel zu schnell unbedacht in Gang gesetzt werden könnten. Deswegen ist dieser Thriller auch auf meiner Leseliste gelandet, denn Gerüchte können gefährliche Ausmaße annehmen. Wie ich hier vermute.

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Mord im Irrenhaus

Patrick Quentin, 21.02.2020, Atrium Verlag, 272 Seiten, ISBN: 978-3855350995, Übersetzt von Susann Rehlein und Alfred Dunkel

Nachdem der erfolgreiche junge Broadway-Produzent Peter Duluth seine Frau durch einen Hausbrand verloren hat, sucht er Trost im Alkohol und weist sich in die Nervenheilanstalt von Dr. Lenz ein. In dem Sanatorium geschehen schon bald unerklärliche Dinge: Eines Nachts vernimmt Peter eine Stimme, die einen Mord ankündigt. Verstört beginnt er, die anderen Patienten genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei trifft er immer wieder auf eine geheimnisvolle junge Dame, die kaum spricht, aber eine unglaubliche Anziehungskraft auf ihn ausübt. 
Bevor Peter etwas in Erfahrung bringen kann, erfüllt sich die mysteriöse Prophezeiung: Ein Sanatoriumsmitarbeiter wird leblos in einer Zwangsjacke aufgefunden. Kurz darauf wird ein Patient während einer Filmvorführung erstochen. Zu Peters Entsetzen verdächtigt die Polizei jene junge Frau, an die er längst sein Herz verloren hat. Er will nun endlich die Wahrheit herausfinden und bringt sich damit in größte Gefahr, denn wieder vernimmt er eine Stimme: »Du bist der Nächste.«

Irrenhäuser, also Nervenheilanstalten, werden ja gerne als Setting in Thrillern genutzt, auch wenn diese mit der Realität von heute so gar nix mehr zu tun haben. Die literarischen Anstalten sind eher so ein Mix aus absoluter Übertreibung und den Grauen der Anfänge der psychiatrischen Behandlungen. Von daher sind sie natürlich alle rein fiktional zu sehen, aber dadurch trotzdem gute Schauplätze für Gänsehautfeeling. Werde wohl mal reinlesen, denn interessant ist vor allem, dass der Roman bereits 1936 erschienen ist und somit eine Vorläuferposition innehat.

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Feuerland

Pascal Engman, 22.02.2020, Tropen Verlag, 496 Seiten, ISBN: 978-3608504392, Übersetzt von Nike Karen Müller, Band 1 der Vanessa Frank – Reihe

In Stockholm wird ein exklusiver Uhrenladen überfallen, kurz darauf verschwinden zwei reiche Geschäftsmänner. Vanessa Frank beginnt zu ermitteln und deckt Verbindungen zu einer Klinik in Chile auf, die illegale Organtransplantationen vornimmt. Im Auftakt der Thriller-Serie muss die Kriminalkommissarin sich der Macht des Organisierten Verbrechens stellen. Kann sie allein ein ganzes Netzwerk zu Fall bringen? 

Schweden: Vanessa Frank, Kriminalleiterin der Sonderkommission Nova, wurde betrunken am Steuer erwischt und vom Dienst suspendiert. Nicht das Einzige, was in ihrem Leben momentan schiefläuft. Doch anstatt einen Gang runterzuschalten, stürzt sie sich von ferne in neue Ermittlungen. Ein exklusiver Uhrenladen wurde ausgeraubt, aber keine einzige Uhr entwendet. Kurz darauf werden mehrere Geschäftsmänner entführt und nach Erpressung eines hohen Lösegeldes unversehrt wieder freigelassen. Außer ihrem dicken Bankkonto verbindet die Männer nichts miteinander. Und niemand von ihnen will auch nur ein Wort sagen. Was zunächst wie zwei seltsame Einzeltaten wirkt, entpuppt sich schon bald als brisanter Fall, der Vanessa Frank um den halben Erdball bis nach Chile jagt.

Schweden als Setting ist ja nix Neues in Thrillern und Krimis. Aber Chile? Klingt schon viel interessanter! Und in Kombination mit dem organisierten Verbrechen – hier ist es Organhandel – macht dieses Buch ziemlich neugierig.
Ob dazu die Hintergründe recherchiert oder erfunden sind, bleibt natürlich vorerst fraglich, allerdings hat Pascal Engman schon mit „Der Patriot“ die Entstehung von Radikalismus und die „Lügenpresse“ eingearbeitet. Von daher: Ich muss mal schauen! Wird gelesen.

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Der Schwur

Sunil Mann, 24.02.2020, Grafit Verlag, 320 Seiten, ISBN: 978-3894256760

Marisa Greco und Bashir Berisha wollen mit einer eigenen Detektei durchstarten. Ermittlungserfahrung haben die alleinerziehende Flugbegleiterin und der albanische Türsteher zwar keine, aber sie sind ein gutes Team – und haben keinen Plan B. Tatsächlich bekommen sie bald einen Auftrag: Die Nigerianerin Joy will, dass die Detektive einen Rollkoffer entwenden. Darin befindet sich das Ticket in die Freiheit – der Pass, den ihre Zuhälterin einzog. Da sich nun auch Joys vierzehnjährige Schwester Faith auf die beschwerliche Reise nach Europa gemacht hat, drängt die Zeit. Denn die Jugendliche darf unter keinen Umständen in die Hände der Menschenhändler gelangen, denen Joy seit Jahren ausgeliefert ist

Menschenhandel gibt es ja leider nach wie vor in unserer Welt. Von daher bin ich immer dankbar, wenn Autoren solche Themen aufgreifen. Ob das gelungen ist? Ich werde sehen, denn dieses Buch will ich unbedingt lesen.

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Meier

Tommie Goerz, 28.02.2020, ars vivendi, 170 Seiten, ISBN: 978-3747201114

Sie hatten ihm alles genommen. Leben, Arbeit, Wohnung, Freunde, Kollegen, seinen Ruf. Zehn Jahre hatten sie ihm gestohlen. Für nichts.« Ein Jahrzehnt saß Meier unschuldig im Knast, verurteilt für einen Mord, den er nicht begangen hat. Nun kommt er, der alles verloren hat, wieder frei. Doch er ist kein gebrochener Mann, er hat die Zeit gut genutzt. Hat die anderen studiert, hat genau zugehört, was sie getan haben und wie. Und er hat Kontakte geknüpft zur Unterwelt. Das Gefängnis war seine Hochschule für das Leben danach. Er hat einen Plan, wie er nach dem Knast wieder auf die Beine kommt. Und dann, zufällig, trifft er auf den Polizisten, der ihn damals eingelocht hat … 

Na, das klingt ja total nach einer Schurkengeschichte, vielleicht sogar mit Tiefgang. Dieses Buch steht ganz oben auf meiner Vormerkliste im Februar, denn ich ahne schon, dass dieses Aufeinandertreffen die guten Pläne des Ex-Knastis unterlaufen werden. Wird gelesen!

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Weitere Neuerscheinungen

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Richtig los geht es hier wohl erst im März. Noch habe ich leider einen ziemlich heftigen Schub, ich hoffe aber, dass ich den in den nächsten Wochen wieder in den Griff bekomme und endlich wieder die gelesenen Bücher besprechen kann.
Bis dahin horte ich die neuen Bücher und sammle neue Schurken im Regal. Euch einen schurkisch-schönen Lesemonat und bis bald!

Geschrieben von
Iris Tscharf
Kommentare
    • Wow, was für ein tolles Feedback! Vielen lieben Dank, liebe Gabi! Ich hoffe, nächste Woche schon mit Besprechungen wieder aktiv sein zu können! Herzliche Grüße dir aus dem Schurkenblog, Iris

Iris Tscharf

Autorbiografie in Kürze

Joseph Knox: Dreckiger Schnee
Candice Fox: Redemption Point
Luca D'Andrea: Der Wanderer
Blogarchiv:

Der Thriller ist die letzte Zuflucht des Moralisten.

— Zitat von Eric Ambler

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