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Der Schurkenblog schließt seinen Unterschlupf

Der Schurkenblog schließt seinen Unterschlupf

Viel ist passiert in den vergangenen zwei Jahren. Und vieles hat sich verändert und wird sich noch ändern. Manches davon ist positiv, vieles aber auch negativ. Nachdem ich mir eine Nachdenkpause gegönnt habe, bin ich zum Entschluss gekommen, den Blog zu schließen und generell mit dem Schreiben und Bloggen über Literatur aufzuhören.

Nicht Corona, sondern die Coronamaßnahmen haben mein Leben, meine Sicht auf das Leben, auf die Welt, komplett verändert. Die Leute, die sagen, die Welt wird nie mehr so werden wie vor Corona, haben sicherlich recht. Wird sie nicht mehr, das glaube ich auch. Das heißt aber nicht automatisch, dass die Bande um Schwab und Co. die Welt übernehmen und wir ihre Sklaven sein werden. Dass wir leben müssen wie in 1984 von George Orwell, oder Dystopien Wirklichkeit werden. Dass wir Konzernen, Pharmaunternehmen und ein paar Superreichen komplett ausgeliefert sind.

Daran glaube ich nicht.

Und doch glaube ich daran, dass jetzt die Zeit einer kompletten Veränderung ansteht. Der totalitäre Druck von oben ist im Moment wirklich besorgniserregend und viele Menschen glauben leider noch immer die ständige Propaganda. Das wird noch ein langer Aufwachprozess. Aber dann, und daran glaube ich, werden wir eine neue Welt aufbauen. Eine positivere Welt. Eine Welt, in der Freiheit und Selbstbestimmung, Respekt und Toleranz ganz neue Stellenwerte bekommen. Eine Welt, in der es wirklich um Gesundheit geht und um ein Miteinander, das dem Wort gerecht wird.

Wenn ich die vergangenen zwei Jahre reflektiere, dann wird mir eines klar: Paralleluniversen gibt es wirklich. Denn wenn eines aufgefallen ist, dann: Jeder lebt in seiner eigenen Welt. Da gibt es die, die alles glauben, was die Regierungen sagen und ohne nachzudenken, alles umsetzen, was von oben angeordnet wird. Die glauben, dass sie durch blinde Gehorsamkeit automatisch zu den „Gutmenschen“ zählen und die anderen, die hinterfragen und nicht blind Befehlen und Verordnungen folgen und evidenzbasierte Daten einfordern, böse sind, die weggesperrt, gemobbt, ausgegrenzt gehören. Dann gibt es die, die glauben, die neue Weltordnung steht an und wir werden verroboterisiert und müssen künftig als Versuchskaninchen und Sklaven für ein paar Superreiche herhalten. Es gibt die, die glauben, die neue goldene Zeit steht an oder der Messias ist unterwegs und wird uns alle retten. Und es gibt noch ganz viele, deren Glauben irgendwo dazwischen oder ganz woanders angesiedelt ist.

Im Grunde ist es völlig egal, wer Recht hat, oder ob die Wahrheit aus von allen etwas besteht oder ganz woanders liegt. Denn im Grunde geht es darum, das eigene Leben zu leben und zwar inmitten der Leben anderer. Und das in Frieden, Harmonie, und Freude. Miteinander.

Und deswegen fängt jede Veränderung bei sich selbst an, egal, in welche Richtung man sich bewegen will. 

Jeder Veränderung geht ein Gedanke voraus. 

Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit, und das Geheimnis der Freiheit ist der Mut.

Perikles

Und nein, ich will nicht in einer Welt leben, in der ich einem Gesundheitsfaschismus ausgeliefert bin und mich in eine medizinische Studie nötigen lassen muss, damit ich meine Existenz sichern kann. Eine Welt, in der mir Leute sagen, ich müsse das Klima retten, während sie selbst mit Privatjets unterwegs sind und ihre Benzinschleudern Leerfahrten machen und – ähnlich wie bei Corona – alles auf eine Karte setzen, ohne alles im Blick zu haben (Beispiel: Elektroautos – die sind auch kein Gamechanger, wie wir bereits sehen, sondern bringen andere Nachteile mit sich). Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der von Konzernen finanzierte Faktenchecker mir sagen, was ich gefälligst als die Wahrheit halten und welche Meinung ich nach außen tragen darf. Ich möchte keine Welt, in der Experten mit Berufsverboten und gesperrten Konten rechnen müssen, wenn Sie ihre Expertise öffentlich machen. Ich möchte nicht, dass Wissenschaft kein Wissen schafft, oder Wissenschaft politisch gesteuert wird und faktenfrei als evidenzbasiert gilt. Ich möchte auch nicht in einer Welt leben, in der die Regierungen während einer Pandemie unsere Gelder für Propaganda verschleudern anstatt das Geld in das Gesundheitswesen zu stecken (man hätte ja anstatt Dauerwerbefinanzierung das Geld auch in Intensivbetten und Medikamentenentwicklung stecken können).

Ich möchte in keiner Welt leben, in der Hass und Ängste geschürt werden und man dies als solidarischen Beitrag bezeichnet. Und ich möchte auch nicht, dass Menschen, die wagen, all das anzusprechen, virtuell auf einem Scheiterhaufen verbrannt werden.

Der Mensch ist nichts anderes, als was er selbst aus sich macht.

Jean-Paul Sartre

Tut mir leid, aber meine Welt sieht anders aus. Bunter. Eine Welt, in der Mut mehr zählt als Angst und Einschüchterung. Meine Welt ist voller Mitgefühl, Anteilnahme, Toleranz und Wertschätzung, auch für Meinungen anderer, denn gerade das macht die Welt bunt und vielfältig.

Ich möchte in einer Welt leben, in der jeder selbst über sein Leben bestimmen kann, in der Eigenverantwortung ganz groß geschrieben wird. Eine Welt, in der man auf Menschenrechte und Grundgesetze nicht hinweisen muss, weil sie in dieser Welt nämlich selbstverständlich und wirklich unverletzlich sind. Ich möchte eine Welt, in der es keine Schere zwischen arm und reich, geimpft oder ungeimpft, alt oder jung, gebildet oder ungebildet, schwarz oder weiß … gibt. In meiner Welt ist all das völlig egal, weil es in meiner Welt keinen Platz für Ausgrenzung, Hass und Spaltung gibt.

Im Leben gibt es etwas Schlimmeres als keinen Erfolg zu haben: Das ist, nichts unternommen zu haben.

Franklin Delano Roosevelt

Und deswegen möchte ich die alte Welt verlassen und die Segeln in die neue Welt setzen. Das heißt auch, dass ich mich von alten Wegen trennen werde, denn in meiner neuen Welt ist kein Platz für all das negative der vergangenen Jahre. Dazu ist sie zu bunt und zu vielfältig. Und da haben auch Schurken keinen Platz mehr.

Ich möchte mich bei allen Lesern, Freunden, Kollegen für all die gemeinsamen Jahre bedanken und wünsche euch weiterhin viel Freude mit Büchern, Geschichten und literarischen Schurken. 

Wo mein Weg mich hinführt, weiß ich noch nicht. Ich lasse mich überraschen. Was ich weiß, ist, dass ich heute den ersten Samen für eine große Veränderung in meinem Leben gelegt habe und ich meinen ersten Schritt getan habe. Die neue Welt kann kommen.

Alles Gute euch!

Wer sich nicht entscheiden kann, muss die Folgen der Entscheidungen hinnehmen, die andere für ihn treffen.

Quelle unbekannt

PS: Einen paar letzte Lesetipps für diese stürmische Zeit möchte ich noch hinterlassen:

„5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen: Einsichten, die Ihr Leben verändern werden“ von Bronnie Ware.

Das, was sterbende Menschen am Ende ihres Lebens am meisten bereuen, ist: Nicht den Mut gehabt zu haben, sich selbst treu zu bleiben und so zu leben, wie es sie sich gewünscht haben, sondern stattdessen so gelebt zu haben, wie es andere von ihnen erwartet haben.

Dieses Buch möchte ich zum Abschied empfehlen, da wir alle so automatisiert hinter Erfolgswünschen, Karrierechancen, Geld und Konsumgütern herlaufen, dass wir vergessen haben, worum es im Leben wirklich geht. Irgendwann ist es zu spät dafür. Vielleicht ist jetzt die richtige Zeit darüber, nachzudenken, was wir wirklich vom Leben wollen.

  • 1984 – George Orwell
  • Das Milgram-Experiment: Stanley Milgram
  • Die Welle – Morton Rhue

Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben.

Alexis Carrel

Game over.

Geschrieben von
Iris Tscharf

Iris Tscharf

Autorbiografie in Kürze

Joseph Knox: Dreckiger Schnee
Candice Fox: Redemption Point
Luca D'Andrea: Der Wanderer
Blogarchiv:

Der Thriller ist die letzte Zuflucht des Moralisten.

— Zitat von Eric Ambler

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