„Quittengrab“ ist wohl so ein kriminelles Kammerspiel der besonderen Art: Viele Figuren fordern anfangs den Leser, lassen ihn eine Romeo und Julia – Geschichte mit schweizerischen Humor lesen, die sich wie ein Familientreffen anfühlt. Okay, zwischendurch wird es auch ganz dramatisch, besonders wenn Beanie ihre Kopfbedeckung lüftet oder Commissario Meier einen auf alleinerziehenden Papa macht. Aber von Anfang an…

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Das Land wird regiert von jemanden mit Allmacht, weil er seine Lebensmittel mit Nanotechnik manipuliert und daher die Meinung der Bürger lenken kann. Nur wenige sind immun gegen diese Nanotechnik und die lässt er durch seine emotionslosen Soldaten eliminieren.
Doch eine Rebellengruppe kämpft gegen dieses Regime und für die Freiheit.
Mit „Nanos“ hat der deutsche Autor Timo Leibig einen stimmigen rasanten Pageturner vorgelegt, den man als Leser nicht mehr aus der Hand legen kann. Lesetipp für Dystopiefans!

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Nicht nur in „Bösland“ wird es diesen Monat böse, sondern auch in Mexiko, Australien, in einem Dorf an der deutsch-belgischen Grenze, in Chicago ebenso wie in München oder im eisigen Grönland.
Der Oktober bringt nämlich eine Menge Krimistoff für uns! Eigentlich dachte ich, jetzt wird es ruhiger für den SuB, aber: Fehlanzeige! Die Vorbestellungen sind wieder erfreulich für meinen Buchhändler. Und hier sind sie, die Bücher, die im Oktober anvisiert sind:

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Diese Autorin beweist Mut! Mut, die Probleme unserer Zeit so zu spiegeln, dass sie wahrscheinlich von einigen Seiten angefeindet werden wird. Denn sie packt nicht nur das „Roma-Problem“ unzensiert an, sondern rechnet auch mit Linken und Rechten und gleich mit dem ganzen EU-Förderwirtschaftssystem ab. Und sie zeigt die wahren Nutznießer des Links-Rechts-Streits: Denn am Ende lachen immer die Dritten.
Das wahrscheinlich wichtigste Buch des Jahres. Lesen! Und verstehen.

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Ross Thomas wäscht schmutzige Wäsche im Umfeld eines Politikers, wirbelt verdammt viel Staub auf und lässt Zeugen in Rauch aufgehen. Mit seinem Hardboiled-Ich-Erzähler Decatur „Deke“ Lucas arbeitet er dem meistgefürchtesten Mann Washingtons zu, einem Kolumnisten, der zwischendurch der Inbegriff für Lügenpresse ist. Ein Hardboiled-Polit-Krimi gewürzt mit viel trockenem Humor. Für Krimiinsider ein Must-Read!

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Nach der Lektüre von „Troll“ wird man das Internet mit anderen Augen betrachten. Denn Michal Hvorecký zeigt in einem dystopischen Osteuropa der nahen Zukunft, wie Trolle die Meinung der Allgemeinheit beeinflussen und Kritiker systematisch zerstören. Welche gefährliche Macht von ihnen ausgeht, schildert der in Bratislava geborene Autor und Journalist erschreckend glaubwürdig. Auf in die Trollfabriken!

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Es geht in die Stadt des Bösen. Direkt hinein ins düstere Glasgow der 70er Jahre, in die Stadt, die von Banden beherrscht wird, in der man entweder Bandenmitglied, Prostituierte oder Polizist ist. Oder irgend so ein Finanzbonze, der sich für Geld alles leistet. Auch Leben anderer.
Guter Auftakt zur neuen Reihe mit Detective Harry McCoy, der selbst nicht ganz sauber ist. Aber wer ist das schon? In Glasgow.

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Was so anfängt wie eine Liebesgeschichte und endet wie ein Action-Hollywood-Blockbuster ist das neueste Werk von Dennis Lehane.
Rachel kämpft mit ihrem Leben. Schon immer. Eine Mutter, die Liebe nicht kennt, und ihrer Tochter Rachel den Namen des Vaters nicht nennt. Ein Job, der sie in die Krisengebiete der Welt bringt, aus denen sie traumatisiert zurückkehrt. Und einen Mann, dem sie gleich mal im ersten Satz erschießt.
Der neue Roman von Dennis Lehane wirkt anders als seine bisherigen Romane. Leider.

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Zack. Und schon wieder hat ein neuer Lesemonat angefangen und somit gibt es einen Blick auf die vielen, vielen, wirklich vielen Neuerscheinungen, die für diesen Monat vorgemerkt sind. Wie schon im August geht es auch mit dem September richtig böse für die Buchkassa weiter. Denn es gibt viele interessante Krimis, Thriller und auch Dystopien, die uns erwarten:

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Großbritannien ist nicht great, aber grey. Ziemlich grey. Dazu muss man sich nicht mal Speed einschießen, um die Stadt durch einen schmutzigen Nebel zu betrachten. Es reicht DI Aidan Waits zu begleiten, denn der führt den Leser in die Gegenden, die von Junkies, Dealern und Eintreiberinnen bevölkert wird. Und ja, da geht es nicht gerade great zu, sondern ziemlich schmutzig und man muss sich auch mal die Hände dreckig machen. Schmutziger Thriller, der durch den Dreck überzeugt. Dreckiger, matschiger Thrill durch und durch.

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